Beiträge von Der Mann mit der Ledertasche

    Also wirklich zwingen kann einen der AG nicht, aber er kann ordentlich Druck aufbauen und für mein Empfinden sitzt er auch am längeren Hebel.

    Das erinnert mich an Al Capone: "Mit netten Worten und einer Kanone erreicht man mehr als nur mit netten Worten" ;)


    Aber zum Thema: Wie so oft macht wohl der Ton die Musik. Würde mich der AG freundlich und begründet um einen zweiten Test bitten und bis zum Testergebnis freistellen, würde ich mich dem nicht verweigern. Würde er dies aber amtsanmaßend anordnen, würde ich wohl ablehnen, mit der Begründung, dass er nicht höflich genug gefragt hat. Auf den Kündigungsschutzprozess würde ich es sogar ankommen lassen, insbesondere wenn es sich um eine Verdachtskündigung handelt und ich Wochen später kerngesund zum Gerichtstermin komme.:P

    Ich bin durchaus kein Coronaleugner, halte auch Tests und Maskenpflicht für zwar lästig aber zumindest unschädlich. Was ich aber entschieden ablehne, ist kopflose Hysterie und blinder Aktionismus. Ein Indidenzzahl von 50 bedeutet im Umkehrschluss, dass 99,95% nicht an Corona erkrankt sind.

    Abgesehen davon, dass diese BV nicht anwendbar ist (weil ein Produktionsausfall keine Auftragsspitze ist), kann ich euch nur raten, die BV zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu kündigen. Euer AG ist mit seinen Bemühungen, sein unternehmerisches Risiko auf die AN zu verlagern, schon sehr weit fortgeschritten.


    Habt ihr ihm festlegen von Samstagsarbeit nach eigenem Ermessen erlaubt, oder werdet ihr jedesmal vorher angehört? Gibt es Zuschläge für Samstagsarbeit oder werden die einfach mit dem Zeitkonto verrechnet? Gibt es an Brückentagen Zwangsurlaub, für die gefälligst Überstunden aufgebaut werden müssen oder darf der AN trotzdem seine Arbeitskraft anbieten (weil er z.B. nicht abfeiern will, wenn es dem AG in den Kram passt sondern er den Überstundenabbau lieber aufgrund seiner Privatinteressen plant)?


    75 Stunden sind ca. 2 Wochenarbeitszeiten, die ihr in Vorleistung tretet, also dem AG als zinsfreiem Kredit einräumt. Und der Höhepunkt ist ja, dass er scheinbar sehenden Auges in die Falle gedappt ist etwa nach dem Motto: "Wisst ihr eigentlich was neue Autoreifen kosten, da fahre ich lieber auf der Felge..."

    in einem Unternehmen in dem ständig über Tarif und Lohnkosten gejammert wird und immer darauf hingewiesen wird das, das Unternehmen nicht wirtschaftlich ist.

    Das muß kein Unternehmer sein, dem niemals fiel das jammern ein :rolleyes:


    Unserem habe ich diese Unsitte abgewöhnt, indem ich gefragt habe, ob ich die Staatsanwaltschaft wegen Insolvenzverschleppung informieren soll, wenn aus finanziellen Gründen nicht einmal geltendes Recht eingehalten werden kann.

    Noch höhere Priorität als der Listenrang hat aber das Minderheitengeschlecht. Wenn von Liste a jemand aus dem Minderheitengeschlecht ausscheidet, das Minderheitengeschlecht dadurch nicht auf seine Mindestsitze kommt und keine Nachrücker des Minderheitengeschlechts mehr vorhanden sind, rücken Vertreter des Minderheitengeschlechts aus anderen Listen nach, auch wenn noch Vertreter des Mehrheitengeschlechts auf der Liste a vorhanden sind.

    (Wenn ich an das Klischee von Hunden und Postboten denke, ist eine Regelung für Tierabwehrsprays evtl. auch für den Mann mit der Ledertasche interessant :D)

    Mit den Hunden in meinem Zustellgebiet bin ich gut Freund. 8)

    Einmal sprang eine Hovawart-Hündin an mir hoch und wurde von ihrer Besitzerin ermahnt: "Paula, du bist kein Schoßhund!" Ich sagte: "Arme Paula, nur weil du groß bist, darfst du nie auf den Arm...aber ich bin auch groß und ich nehme dich jetzt auf den Arm!" und habe sie hochgestemmt, was ihr auch offensichtlich gefiel.

    Anschließend hatte ich ein weniger spaßiges Gespräch mit dem AG bezüglich der Reinigungspflicht bei absichtlichem Einsauen der Berufskleidung... :rolleyes:

    Unabhängig von den Beiträgen meiner Vorschreiber, denen ich inhaltlich voll zustimme:


    Wer sollte die Kollegin mit welchen Mitteln davon abhalten, eine einmal gegebene Zustimmung zu widerrufen? Vor allem, wenn sie und evtl. auch der BR über die Bedingungen der Projektarbeit offensichtlich getäuscht bzw. unzureichend informiert wurde? Hier liegt m.E. Organisationsversagen des AG vor, für das die Kollegin nicht haftbar gemacht werden kann.

    Ich würde an ihrer Stelle wieder meine reguläre Arbeit machen und dem AG sagen, dass er sich für das Projekt einen anderen Dummen suchen soll. Es sei denn, er organisiert die Arbeit und Verteilung so, dass ich sie ohne Gesundheitsgefährdung erledigen kann. Dazu sollte der BR ihr Rückenwind geben.

    Ich nehme an, du meinst die BRV-Wahl ;)


    Einen Kommentar habe ich nicht zur Hand, aber Arbeitsrecht.org meint:


    Gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhält. Es ist also weder die absolute Mehrheit (= Mehrheit der Stimmen aller gesetzlichen Betriebsratsmitglieder) noch die einfache Mehrheit (= Mehrheit der anwesenden Betriebsrats- und Ersatzmitglieder) erforderlich. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.


    Da aber m.W. die BRV-Wahl an keine Formvorschriften gebunden ist, halte ich euren Weg für gangbar und besser als einen Losentscheid.

    Moritz : Das Betriebsrädchen ist eine Erfindung meiner mißratenen Tochter :cursing: Sie hatte mir mal ein Schild mit der Aufschrift "Büro des Betriebsrädchens" und einem kleinen Zahnrad an die Zimmertür gehängt, als ich mal wieder von zu Hause aus Telefonseelsorge betrieben habe... ;(

    Ich habe ein Musterschreiben für eure Begründung:


    Lieber Arbeitgeber,


    Sie haben Ihr Killerargument mit der Fürsorgepflicht so oskarreif besorgt vorgetragen, dass es Ihnen tatsächlich gelungen ist, den BR über den Tisch zu ziehen. Wir haben daher die Reservierung storniert und werden die Schulung vielleicht nächstes Jahr nachholen, falls bis dahin keine neue Sau durchs Dorf getrieben wird.


    Mit untertänigsten Grüßen

    Ihr Betriebsrädchen

    Moral: Wenn du schon in der Scheiße sitzt, zieh wenigstens den Schwanz ein. ;)


    Natürlich sind Schulungen unerlässlich. Mein hochanständiger und sportlicher AG sagte damals zu mir: "Ich freue mich, dass du gegen mich in den Ring steigen willst, aber solange du nicht trainiert bist, haue ich noch nicht richtig zu! Guck dir mal das ifb-Forum an, da lernst du viel, aber blamier die Firma nicht mit dummen Fragen!" (woran ich mich ehrlich gesagt, nicht immer gehalten habe...) ;)


    Nun soll es ja angeblich auch weniger sporliche und anständige AG geben, die sich gerade bei einem ungeschulten BR erst mal Respekt verschaffen, indem sie ihr ganzes Reportoire an schmutzigen Tricks vorführen, solange der sich noch nicht richtig wehren kann. Und ob es dann wirklich motivierend ist, wenn dem BR im Trainingscamp erst mal ein kräftiger Tiefschlag verpasst wird mit den Worten: "Besser du kriegst ihn jetzt von mir, damit du schon mal weisst, wo du später im Ring drauf achten musst"? ;)

    Dein Engagement in allen Ehren Winfried,


    aber wer bereits alles weiß, muß im Forum keine Fragen stellen. Ergo schreibt ja selber, dass er ein ungutes Gefühl hat. Sein Dilemma kann ich insoweit nachvollziehen, dass er sowohl die Rückkehrerin als auch die Leih-AN persönlich kennt, vielleicht auch ein persönliches Verhältnis zu ihnen aufgebaut hat und keinem von ihnen etwas schlechtes wünscht. Er hat seine Frage auch zur rechten Zeit gestellt, noch kann der BR zurückrudern.


    Ich denke, dass ein etwas schärferer Ton nicht bei denen angebracht ist, die etwas nicht wissen, sondern bei denen, die im Gegensatz dazu alles besser wissen und auch keine Ratschläge von alten Forumshasen wie dir annehmen. Solche Fälle hatten wir aber auch schon...

    Also Leute, ich gelte ja nicht als übermäßig prüde und verklemmt. Zu Hause laufe ich sogar manchmal splitternackt herum. Aber in diesem Fall geht ja um das Erscheinungsbild vor flüchtigen Bekannten im Betrieb! Schon mal daran gedacht, dass manche Kolleg/innen auch Kinder dabei haben können, die angesichts eines nackigen Riechsorgans traumatisiert werden können, weil sie die in Läden und öffentlichen Verkehrsmittel nur züchtig bedeckt sehen?


    Der AG handelt hier pflichtgemäß, gewisse Körperteile gehören nun einmal in der Öffentlichkeit nicht entblösst und dürfen höchstens von Ehegatten, Kindern und Eltern gesehen werden (der Islam ist uns da weit voraus). Und wenn nun manche Perv Exhib Maskenmuffel meinen, mit einem gefakten Attest ungeahndet ihrem Laster fröhnen zu können, gehören die erst mal vorsorglich wegen Urkundenfälschung angezeigt. Ich bekomme ja schließlich auch kein Attest, das mir gestattet beim Briefzustellen den Schniedel raushängen zu lassen!


    (Wer Ironie findet, darf sie behalten. Ich gucke jetzt, was es neues auf Nosehub gibt...) 8o

    Hallo ergo,


    die Kollegin hat nach Elternzeit nicht Anspruch auf exakt ihre alte Stelle, wohl aber auf einen gleichwertigen Arbeitsplatz. Der muß ihr vorrangig ermöglicht werden, evtl. auch durch Fortbildungsmaßnahmen und ihre Rechte sind sozial höherrangig als die der Kolleg/innen mit befristeten Arbeitsverträgen (ich nehme an, dass diese mit "Zeitarbeitsverträgen" gemeint sind). Es kann nicht angehen, dass sie für ihre Entscheidung, ein Kind aufzuziehen, schlechtergestellt wird.


    Von der BV würde ich auch tunlichst die Finger lassen. Wenn der AG da etwas ändern will, soll er die Einigungsstelle überzeugen. Sollte es dennoch zu betriebsbedingten Kündigungen kommen, muß ein Sozialplan erstellt werden, bei dem vor allem Alter, Betriebszugehörigkeit und Kinder zu berücksichtigen sind. Wollt ihr den durch eine anfechtbare Einzelfallentscheidung aushebeln?

    Es existiert eine BV bei uns, von vor meiner Zeit, wonach der AG die AN nach hause schicken darf. Und leider wollen meine Kollegen da nicht ran.

    Die BV bzw. der entsprechende Paragraph ist schlicht und einfach ungültig, weil sie sie gegen ein Gesetz verstösst, in diesem Fall § 615 BGB und gehört daher ersatzlos gestrichen.


    Das Wegerisiko liegt beim AN, dazu gehören die 40 cm Neuschnee ebenso wie Blitzeis, Stau oder Streik der Verkehrsbetriebe.


    Das Betriebsrisiko liegt dagegen bei AG, vom Großbrand über die Maschinenstörung bis zum nicht rechtzeitig eingetroffenen Material, oder eben zum Wespennest. Ich finde es verantwortungsvoll, dass der AG die MA nach Hause schickt, frage mich aber, wie das in Bäckereien aussieht...

    Zum Thema Musik gehe ich mal direkt in die Superlative: Die beste Band aller Zeiten waren, sind und bleiben für mich Velvet Underground. Kleine Anekdote: Sowohl die Beatles (Helter Skelter) als auch The Who (I can see for miles) haben seinerzeit für sich in Anspruch genommen, den härtesten Song der damaligen Zeit komponiert zu haben. Wenn sie Sister Ray von Velvet Underground gekannt hätten, hätten sie ihre Instrumente in die Ecke gestellt und nie wieder angeguckt.^^


    Meine derzeitigen Lieblingsband sind Monster Magnet und Ministry (beide ziemlich hart und auf den Zeitgeist scheißend) oder wer es etwas softer mag, dem empfehle ich Mazzy Star. Die Sängerin Hope Sandoval könnte mir das Telefonbuch von San Francisco vorsingen und ich würde sie um eine Zugabe bitten. :love: