Beiträge von Der Mann mit der Ledertasche

    Meines Erachtens ist die Kollegin im Home-Office sowieso privilegiert, weil sie eure Irre nicht täglich sehen muß... ;)


    Aber bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 6 Stunden wäre schon mal die Frage gestattet, ob sich der technische und organisatorische Aufwand überhaupt lohnt. Zumal er, wie Markus richtig schreibt, ohnehin kaum zu kontrollieren ist.


    Du könntest ja mal die anderen fragen, was ihr Problem ist und ob es ihnen dadurch besser geht, wenn es anderen ebenfalls schlechter geht. Wollen sie vielleicht lieber an der Eingangstür auch eine Mail schreiben, dass sie jetzt gerade kommen oder gehen? Anstatt euch gegenseitig das Leben schwer zu machen, konzentriert euch lieber auf den gemeinsamen Feind und lasst untereinander das Motto gelten "man muss auch ma jönne könne" ;)

    Eben deshalb würde ich keine Notwendigkeit für eine BV sehen, wozu schon ein Gesetz existiert. Natürlich kann der AG bei Filiale B,C und D nachfragen, ob dort überhaupt Bedarf besteht oder die Leute aus der vom Internetausfall betroffenen Filiale A nur im Weg herumstehen würden. Wenn Bedarf vorhanden ist, kann er auch Leute der Filiale A nett fragen, ob sie heute und morgen mal in B aushelfen können (wobei eine kleine Zusatzprämie der Motivation sicherlich förderlich ist), aber weder kann er sie zum Überstundenabbau zwingen noch zwangsversetzen - es sei denn, im Arbeitsvertrag ist ausdrücklich gereglt, dass dem MA auch Arbeit in anderen Filialen zugewiesen werden darf.

    die FK eher leger und von ihrer Wortwahl her flapsig, aber bestimmend.

    Wenn sie sich das Bestimmende noch abgewöhnen kann, hört es sich nach einer Führungskraft an, mit der ich gut auskommen würde. ;)


    Aber im Ernst: Eine Beschwerde ist erst dann berechtigt, wenn eine/r der beiden sich wirklich einen Übergriff auf Kosten des/der anderen geleistet hat, ansonsten ist es eine Lappalie. Gegenseitige Sympathie kann der BR nicht erzwingen und der MA nicht fordern. Ihr könntet höchstens dem überkorrekten Kollegen raten, nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen und der legeren Führungskraft, sich bestimmtes Verhalten gegenüber dem Kollegen zu verkneifen.


    Das gleiche Problem habe ich mal in einem früheren Betrieb erlebt, wo es dazu führte, dass der Abteilungsleiter sich mit allen duzte, aber mit einem Kollegen demonstrativ siezte, ihn ansonsten aber nicht besser oder schlechter bewertete als die anderen. Damit konnten beide leben.

    Und der nette BR fragt den AG, er habe so ein komisches Gerücht gehört, was denn da dran sei und wann man mit den Verhandlungen zu Sozialplan und Interessenausgleich beginnen können. Der böse BR macht ein Protokoll, ab wann die Pläne bekannt waren und lässt den AG ins offene Messer laufen, wenn er auf den letzten Drücker damit um die Ecke kommt... ;)

    Wo kein Kläger, da kein Richter. Aber grundsätzlich legt nicht der BR den rechtlichen Rahmen der Betriebsversammlungen fest, sondern der Bundestag. Ich habe zwar auch bei vielem, was die so treiben ein ungutes Gefühl, aber ein zulässiger Anfechtungsgrund ist dies leider nicht.


    Wie die Gesetzeslage in ein paar Wochen, Monaten oder Jahren sein wird, habe ich bei Nostradamus nicht entschlüsseln können. Im Moment ist sie so wie sie ist und von nachhechelndem Gehorsam halte ich persönlich so wenig wie von vorauseilendem. ;)


    Mit Teilversammlungen lässt sich das auch nicht umgehen, da der BR nach §43 Abs. 1 nur 2 der 4 Betriebsversammlungen als Abteilungsversammlung durchführen darf.

    Wenn du beförderst werden solltest und dein AG käme mit einem 3 Jahre alten Klops um die Ecke, der noch mal sanktioniert wurde, würdest du dich wahrscheinlich auf fehlende Beweise und Verjährungsfristen berufen. ;)


    Ich sehe es genauso wie rtjum. Der BR ist weder die Betriebspolizei noch das Betriebsgericht. Ihr werdet eine Ablehnung nicht einmal auf befürchtete Störung des Betriebsfriedens stützen können.

    Sie flippt gleich aus, wird aggressiv, poltert herum und bekommt rote Flecken im Gesicht :huh:

    Rote Flecken im Gesicht rühren bei Jugendlichen meist von Akne her. Da das Verhalten eurer GF auf eine Pubertätsverzögerung schließen lässt, könntest du ihr verständnisvoll erklären, dass sich das meistens von allein gibt.


    Schlimmer ist jedoch, wenn die Rötungen vom Suff kommen. Dann solltest du eine BV zu Alkoholverbot am Arbeitsplatz abschließen - in ihrem eigenen Interesse.


    Sollten die Rötungen nicht auf diese Ursachen rückführbar sein, handelt es sich möglicherweise um eine Rosazea. Eine Hautarztpraxis schreibt dazu:


    Stress und peinliche Situationen können der Auslöser für Rötungen im Gesicht sein. Diese verschwinden nach kurzer Zeit schon wieder und sind harmlos. Bei immer wiederkehrenden, anhaltenden Rötungen oder wenn diese durch weitere Symptome, wie Juckreiz oder Pickeln begleitet werden, ist eine Abklärung in unserer Hautarztpraxis ratsam. Denn rote Flecken im Gesicht können auch das Symptom einer Erkrankung sein.


    Du könntest ihr ja ein vertrauliches Gespräch über ihre Probleme anbieten und was sie tun kann, um nicht mehr in peinliche und stressige Situationen zu kommen und ihr fachärztliche Hilfe empfehlen - nicht nur für die Symptome, sondern vor allem für die Ursachen. ;)

    So kann man die Leute natürlich auch dazu bringen, an unbewiesene Existenzen zu glauben... :evil:


    Die Wahrheit ist: Der Hai geriet über den widerrechtlich angebrachten Sender so in Zorn, dass seine Körpertemperatur schlagartig um 18 Grad anstieg und er einen Steiltauchgang von 600 Metern hinlegte, um sich das Ding durch den Widerstand des Wassers aus der Haut zu reissen. Anschließend verschluckte er das Überwachungsgerät (wie sollte er es auch sonst transportieren), spie es am Strand den Forschern vor die Füße und drehte moralisch triumphierend ab.


    Er war ganz sicher Betriebsrat... :D

    Ich bin anderer Meinung und sehe durchaus ein Initiativ- und Mitwirkungsrecht des BR.


    Laut ifb-Betriebsratslexikon:


    Richtlinien über die personelle Auswahl bei Einstellungen, Versetzungen, Umgruppierungen und Kündigungen bedürfen der Zustimmung des Betriebsrats. Kommt eine Einigung über die Richtlinien oder ihren Inhalt nicht zustande, so entscheidet auf Antrag des Arbeitgebers die Einigungsstelle. Der Spruch der Einigungsstelle ersetzt die Einigung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat (§ 95 Abs. 1 BetrVG). In Betrieben mit mehr als 500 Arbeitnehmern kann der Betriebsrat die Aufstellung von Richtlinien über die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen und sozialen Gesichtspunkte verlangen. Kommt eine Einigung über die Richtlinien oder ihren Inhalt nicht zustande, so kann jede Seite die Einigungsstelle anrufen (§ 95 Abs. 2 BetrVG). In Betrieben, in denen bis zu 500 Arbeitnehmer beschäftigt sind, hat allein der Arbeitgeber das Initiativrecht. Entschließt er sich jedoch, Auswahlrichtlinien einzuführen, hat der Betriebsrat bei der Aufstellung und inhaltlichen Gestaltung der Auswahlrichtlinien mitzubestimmen. (Unterstreichung durch mich)


    Mal ein Beispiel: Der AG verlangt für die Position des Lagerleiters Chinesisch-Kenntnisse (weil sein einzustellender Kumpel die im Gegensatz zu allen anderen Bewerbern zufällig hat), der einzige chinesische Kunde spricht jedoch hervorragend deutsch... ;)


    Auswahlrichtlinien bei Einstellungen waren leider das MBR, das mir aufgrund Betriebsgröße immer verwehrt blieb... :(


    edit: Ohadle hat doch Recht, ich habe die Betriebsgröße der TE übersehen.

    Immer nimmt mir dieser Moritz die Worte aus dem Mund...


    Ich habe mal in einem Seminar geklagt, dass dem BR auch von Teilen der Belegschaft Gegenwind entgegenschlägt. Der Seminarleiter sagte damals einen sehr bemerkenswerten Satz:


    "10% Idioten hast du immer und überall. Wenn du 90% Idioten hast, lohnt es sich immer noch für die 10%, die keine sind!"


    Bei einer 100%-Idiotenquote (um die Wortwahl des Seminarleiters zu übernehmen), würde ich mich jedoch auch fragen, für wen ich mir den Aufwand überhaupt machen soll und mir entweder etwas anderes suchen oder nur dann zur Streitaxt greifen, wenn meine eigenen Interessen bedroht sind.


    Ich bin immer wieder verwundert, dass es noch Betriebsräte gibt, die nicht in der Gewerkschaft sind. Die gewähren dir auch Rechtsbeistand, wenn mal wieder eine krumme Tour gegen dich läuft. Falls eure Irre (die nenne ich mal so, weil sie mich an eine Personalerin erinnert, die ich ebenfalls so genannt habe) einen letzten Rest von Urteilsvermögen besitzt, wird sie schon merken, mit wem sie ihr Unwesen treiben kann und mit wem nicht...