Beiträge von Kessanie

    @ ohadle: wer erstellt den das Protokoll dann? Der BR? Bei uns sind die Arbeitsbedingungen für Betriebsräte katastrophal. Das ist nicht so einfach mit zur BR-Arbeit abmelden und das tun, was anfällt. Ich mach vieles in meiner Freizeit und teilweise mache ich den Schreibkram nebenher zu meiner eigentlichen Arbeit, wo ich dann quasi sowas wie Bereitschaft habe und wenn nötig, meine BR-Arbeit unterbrechen muss, wenn es "brennt". Jeder BR, der anderes gewohnt ist, würde zum Himmel schreien !!!! Bei uns herrscht leider chronischer Personalmangel und wir haben mit Menschen zu tun, wo man nicht einfach zur BR-Arbeit weg kann. Genau aus diesem Grund hatte ich nur handschriftliche Notizen gemacht und kein ausführliches Protokoll verfasst.

    Danke für eure Antworten ;-)

    Nochmal zur Aufklärung:

    Es ging weder um Abmahnung, Kündigung o.ä.

    Das Gespräch mit BR und Abteilungsleiter wurde von Mitarbeitern gewünscht und einzig und allein aus dem Grund, dem Abteilungsleiter gegenüber loyal zu bleiben, bevor man sich mit Beschwerden an die Geschäftsführung wendet. So hatte der Abteilungsleiter im Gespräch die Möglichkeit, seine Sicht der Dinge darzulegen und dies wurde in den Notizen auch so notiert.

    Die Mitarbeiter haben die Geschäftsführung einen Tag nach dem Gespräch selbst über die bestehenden Probleme informiert und anschliessend hat der BR der GF mitgeteilt, warum er die Beschwerden für berechtigt hält und welche Gefahren er sieht. Kurz darauf hat die GF schon den Abteilungsleiter zu einem Gespräch gebeten. Auch hier hatte der Abteilungsleiter die Möglichkeit, seine Sicht der Dinge darzulegen.


    Wir gehen derzeit davon aus, dass der Abteilungsleiter wissen wollte, welche Informationen zwischen BR und AG geflossen sind und das geht ihn meines Erachtens nichts an (also z.B. Einsicht ins Mails etc.). Der BR hat mit bestem Wissen und Gewissen gehandelt und versucht, die Dinge so sachlich wie möglich darzulegen. Da es um die Gefährdung von Mitarbeitern geht, derer sich der Abteilungsleiter wohl nicht so bewusst ist, musste der BR handeln. Leider nimmt der Abteilungsleiter die Klagen seiner Mitarbeiter nicht wahr, sondern es tut sich erst etwas, wenn der Druck von oben kommt. :-( Und da die Mitarbeiter kein Gehör bei ihm finden und sie ein Beschwerderecht haben, fand ich die Vorgehensweise, dass sich der Abteilungsleiter im Gespräch nochmal äußern kann, bevor es an den AG getragen wird, einfach nur fair.

    Hallo,


    folgende Fragestellung hat sich bei uns ergeben.

    Der BR (3 Mitglieder von 7) musste spontan ein Gespräch mit Mitarbeitern und Abteilungsleiter führen, da es sehr große Unstimmigkeiten gab und das Thema nicht direkt an die Geschäftsführung getragen werden sollte, sondern dem Abteilungsleiter sollte Gelegenheit gegeben werden, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Das Gespräch musste schnell und zeitnah stattfinden, daher nahmen nur 3 BR-Mitglieder teil.

    Ein BR-Mitglied (Schriftführer des BR) hat sich Notizen in diesem Gespräch gemacht, denn dies ist für die weitere Arbeit des BR und für Verhandlungen mit dem AG von Bedeutung. Es handelte sich hierbei lediglich um Notizen, es wurde kein Protokoll verfasst.

    Nun möchte der Abteilungsleiter (der sich während des Gesprächs auch eigene Notizen gemacht hat) das Protokoll ausgehändigt bekommen. Inwieweit hat dieser Anspruch darauf? Oder hätte er sich sein eigenes Protokoll verfassen müssen bzw eigene Notizen dafür hernehmen müssen?

    Es handelte sich lediglich um ein klärendes Mitarbeitergespräch und NICHT um eine BR-Sitzung.

    Wäre nett, wenn uns jemand helfen könnte. Diese Situation hatten wir noch nicht.

    Liebe Grüße :-)

    Hallo Wolle,

    Von Gesamtheit habe ich noch nichts gelesen.
    Der Betriebsrat (7er) hat seinen Rücktritt beschlossen und wir hatten bei der Abstimmung nur Für-Stimmen. Ersatzmitglieder haben wir nur 2, von daher könnten auch nur 2 nachrücken. Denke, das tritt aber dann nur zu, wenn einzelne BR-Mitglieder ihr Amt niederlegen oder ausscheiden !?

    Guten Morgen!

    Der Betriebsrat ist in seiner Mehrheit zurückgetreten.
    Muss dies der Gewerkschaft schriftlich mitgeteilt werden?
    Was muss im Schreiben an dem AG und ggf. an die Gewerkschaft stehen?
    Wann sollte die Belegschaft informiert werden?
    Ein neuer Wahlvorstand wird unverzüglich bestellt und per Aushang bekanntgegeben.
    Leider konnte ich keine Musterschreiben dazu finden, was mir die Sache etwas erleichtern würde.

    Danke schon mal für eure Hilfe!

    Liebe Grüße !!!

    Hallo!

    Wir dürfen uns im Gremium gerade mit dem betrieblichen Wiedereingliederungsmanagement (BeM) befassen.

    Gibt es hierzu schon Erfahrungswerte etc. oder welche Probleme seht ihr hierbei?

    Lt. AG soll bei erkrankten Mitarbeitern (über 6 Wochen im Jahr, dabei ist unerheblich ob es eine lange Erkrankung oder mehrere Kurzerkrankungen sind) ein Gespräch zur Wiedereingliederung stattfinden, das der Betroffene auch ablehnen könnte. Das Gespräch soll dazu dienen, Faktoren am Arbeitsplatz, die die Gesundheit belasten, auszuschliessen oder zu verringern.

    Gefühlsmäßig ist das sicher sehr sinnvoll. Einige kritische Punkte sehen wir dennoch:
    Muss der AN dem AG die Krankheitsdiagnosen nennen?
    Darf es in der Personalakte etc. festgehalten werden, wenn ein AN ein BeM verweigert?
    Welche Konsequenzen würden einen AN erwarten, wenn er ein BeM verweigert?
    Kann der AG nach einem erfolglosen BeM dem Mitarbeiter evtl. leichter krankheitsbedingt kündigen?

    Würden uns sehr über eure Statements freuen.

    Herzliche Grüße!
    Kessanie

    Hallo Winfried,

    nein, es existieren keine Betriebsvereinbarungen dazu.
    Wie die Arbeitsverträge genau aussehen sollen, dazu liegen uns keine Infos vor. Der AG hat es uns nur wie oben beschrieben erklärt. Auch das mit den Prozentzahlen der Mehr- und Minderarbeit würde er exakt so einhalten und auch die 2 Wochen Vorankündigungsfrist. Und angeblich soll eine Abweichung von der vertraglich festgelegten Wochenstundenzahl auch nur in zwingenden Gründen möglich sein.

    Kennt vielleicht jemand die Passage im TvöD, wo das drinsteht oder hat jemand irgendwelches Material darüber? Lt. AG sieht der TvöD sowas vor. Für uns als BR absolutes Neuland.

    Also verhindern können wir es nicht, wie ich aus euren Antworten herauslesen kann, aber kann man vielleicht irgendwelche Regelungen treffen, die dem betroffenen Arbeitnehmer zugute kommen?

    Ich sehe halt auch immer den Standpunkt von Berufseinsteigern, die von einem Teilzeitgehalt (bei uns gibts nur wenige Vollzeitkräfte) alleine nicht leben können und auf ein zweites Einkommen angewiesen sind. Und sowas gestaltet sich dann schwierig, wenn die Arbeitszeiten ständig schwanken.

    Der AG möchte dies als "Puffer" verwenden, um fehlende Stunden leichter abzufedern bzw. bei Krankheitsfällen oder Mehrarbeitsbedarf zu überbrücken. Er müsste nicht immer Stunden neu ausschreiben mit Bewerbungsverfahren und dem Verwaltungsaufwand usw.

    Ich danke euch schon einmal für die Infos!!!

    Guten Tag!

    Was kann der BR tun, wenn der AG Arbeitsverträge mit flexibler Arbeitszeit (bei Neueinstellungen) einführen möchte?
    Der neue Mitarbeiter hätte dann eine bestimmte Wochenstundezahl und müsste dann mit einer Vorankündigungsfrist von 2 Wochen bis 25% weniger oder 20 % mehr arbeiten.
    Aus Sicht des AG sicherlich sinnvoll. Für den neueingestellte MA eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen.

    Wie würdet ihr handeln?

    Unser AG ist der Meinung, dass er dies auch ohne Zustimmung des BR einführen könnte, weil dies im TVÖD so vorgesehen sei.

    Hallo!

    Gott sei Dank hatten wir mit dem Thema betriebsbedingte Kündigung noch nie etwas zu tun.
    Andererseits wissen wir nun in der Praxis auch nicht, wie eine ordnungsgemäße Anhörung aussehen sollte.

    Wie läuft eine ordnungsgemäße Anhörung bei euch ab?

    Danke schon einmal für eure Antworten.

    Liebe Grüße!

    Hallo!

    Wie macht ihr das in euren Gremiem, wenn eine Betriebsvereinbarung abzuschliessen ist?

    Unser Betrieb besteht aus verschiedenen Bereichen, wo viele Sachen (z.b. die Anrechnung von Überstunden) sehr unterschiedlich gehandhabt werden.

    Um allen Arbeitnehmern eine Gleichbehandlung zu bieten, würden wir gerne für verschiedene Dinge Betriebsvereinbarungen schliessen.

    Beraumt man vorher Betriebsversammlungen an und klärt die Arbeitnehmer über das Vorhaben auf?

    Oder wie geht ihr grundsätzlich an so etwas heran?

    Liebe Grüße und lieben Dank schon einmal.

    also hier gibts verträge, in denen nur die wöchtentliche gesamtarbeitszeit benannt ist (keine hinweise auf geteilten dienst o.ä.) und wir unterstehen dem TvöD. betriebsvereinbarungen etc. bestehen hierfür nicht.

    mit der pause kann man sich streiten. es würde hauptsächlich die teilzeitkräfte treffen und diese arbeiten in der regel nicht über 4 std., also wäre auch keine erholungspause nötig.
    kann der AG dann trotzdem solche zwangspausen anordnen?
    würde dann z.b. bedeuten, ein AN arbeitet 1,5 std., dann hätte er 1,5 std. pause und würde dann nochmal 1 std. arbeiten.

    wir würdet ihr das sehen?

    Hallo liebe Kollegen.

    Bei uns im Betrieb sickert immert wieder durch, dass in naher Zukunft sog. " Fensterstunden " für einzelne AN eingeführt sollen (also Stunden, innerhalb seiner regulären Arbeitszeit, in denen der AN quasi nicht arbeitet und anschliessend dann wieder zum Dienst erscheinen muss).
    Zur Erklärung: Es handelt sich hier um eine Ganztagesschule mit Nachmittagsbetreuung.

    Was sollte der Betriebsrat hierbei beachten?
    Können diese Fensterstunden so ohne weiteres eingeführt werden?

    Bitte um hilfreiche Tipps und Statements. Habe im Net leider nicht viel dazu finden können.

    Mit freundlichen Grüßen und lieben Dank schon einmal!