Beiträge von ANSC

    Hallo Ihr Lieben, wir sind ein kleines gallisches Dorf im römischen Reich und suchen ständig Tipps, Tricks und gute Ratschläge.

    Da Gaius Julius Caesar nichts übrig hat für seine "Human Resources" sieht er auch nicht ein Geld zu investieren. Vor allem nicht in das gallische Dorf! Und so passiert es, dass neue Kopfhörer angeschaft werden - natürlich ohne vorher mit dem BR zu sprechen. Und diese dann zwar im Hauptbetrieb sehr gut funktionieren, aber nicht im gallischen Dorf. Dort gibt es nämlich nur andere (alte) Anlagen.

    Die Kollegen schreien förmlich in die Headsets und somit wird ein Lautstärkepegel nahe der (gefühlten) Explosion erreicht. Kostenlose, laienhafte Messungen wurden ebenfalls schon durchgeführt. Leider genau im Grenzwert so bei ca. 75 dezibel. Für mich ist das Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz ein zahnloser Tiger, denn auch die VBG macht nicht wirklich was. Gaius Julius Caesar sagt solange es nichts kostet ist ihm egal was gemacht wird. Habt Ihr eine Idee wie man an diese Sache rangehen kann? Vielleicht auch auf einer anderen Ebene, kann man in dem Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz (außer Bildschirmpausen) irgendwo was erzwingen?

    Vielen Dank und lieben Gruß im voraus.

    Ansc

    Hallo,

    ich möchte darauf hinweisen, dass es auch auf der AU den Vermerk Erstbescheinung und Folgebescheinigung gibt, also kann der AG anhand dieses Vermerks Rückschlüsse ziehen uns sich ggf. mit der Krankenkasse in Verbindung setzen.

    Gruß
    ANSC

    Hallo Ihr Lieben,

    ich bitte um Informationen wie Ihr Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit definiert. Grundlage: Wir arbeiten in einem Call Center. Derzeit ist im Gespräch, ab wann die Arbeitszeit beginnt. Der Arbeitgeber hätte es gern, dass die Definition Arbeitsbeginn bedeutet, dass der Agent telefoniebereit am Arbeitsplatz sitzt. Also mit hochgefahrenem Computer sowie allen zu öffnenden Programmen, am besten bereits kompletten Emailverkehr gelesen zu haben.

    Wir, der BR, sind der Meinung: Beginn der Arbeitszeit bedeutet: Beispiel: Mit 8.00 Uhr betreten der Räumlichkeiten ist die Pflicht der Arbeitnehmer voll erfüllt.
    Aber ich glaube, es geht mehr um die Abmeldung in der Spätschicht. Und zwar meldet sich ein Großteil der Spätschicht um kurz vor Acht (ca. 19.55/19.58h) ab, mit runterfahren des Computers, Sachen (Headset) wegräumen etc. kommt man dann auch ganz gut klar damit, so ist man so gegen 20.00 Uhr an der Firmentür. Hintergrundinfo: Im Augenblick gibt es noch keine Zeitkontrolle. Diese soll erst im Laufe der nächsten Monate eingeführt werden, BV hierfür ist noch nicht fest. (Gesetzliche Grundlage §87 BetrVG ist mir bewusst)

    So jetzt seid Ihr gefragt, wie läuft es bei Euch? Gibt es Rüstzeiten, habt Ihr vielleicht schon vergleichbare BV hierfür? Gibt es anwendbare Urteile, was zur Arbeitszeit gehört?

    Freue mich über jede Antwort.

    Gruß
    ANSC

    Hallo PHesse,

    ich würde Dir raten erst mal zu prüfen, ob ihr als BR korrekt informiert worden seid. Lagen Euch alle notwendigen Unterlagen vor? Es ist natürlich schade, dass ihr den AN vorher nicht angehört habt. Aber hinterher ist man immer schlauer

    Ich kann nur empfehlen Euren Anwalt noch einmal parallel zu befragen.

    Gruß
    ansc

    Hallo,

    der Beschluß über MB (§ 87 Abs. 1 Ziff. 10) ist bereits gefasst und der AG aufgefordert worden in diesem Sinne die Kosten für einen Sachverständigen zu übernehmen. Frist ist Mo. abgelaufen, es wird wohl diese Woche noch beschlossen ein Beschlußverfahren anzustreben um die Kostenübernahme durch AG zu erwirken. § 23 Abs. 3 ist unser RA sehr zurückhaltend, da dies wohl noch nicht ausreichend ist.

    Hat jmd. schon mal ein Verfahren nach § 23 gegen seinen AG durchgesetzt? Theorie und Praxis liegen da, lt. verschiedener Auffassungen meilenweit auseinander.

    Eine Betriebsversammlung inkl. Welle haben wir auch schon gemacht. Der Erfolg hält sich in Maßen, erst waren alle kontra gegenüber dem AG, aber die Leute haben einfach Angst. Die Rechtslage wird da oft zur Seite geschoben, da es auch dort keine 100% gibt.

    Klageandrohungen stören unserer AG nicht, wir haben bereits das ein oder andere Beschlußverfahren hinter uns, auch eine Einigungsstelle steht vor der Tür.

    zu 613a BGB: Es bestehen keine wichtigen BV's und TV gibt es leider nicht.

    Vielen Dank :)

    Gruß
    Ansc

    Hallo,

    bei uns im Betrieb (70 MA) hat unser AG unseren Kollegen ein unschlagbares Angebot unterbreitet auf ein viertel des Gehaltes freiwillig zu verzichten. Leider gehen einige darauf ein, weil sie Angst haben und der AG auch droht eine Änderungskündigung mit noch weniger Gehalt auszusprechen. Wir haben auch versucht der Belegschaft beizubringen, dass das alles nicht so einfach ist. Aber wie gesagt, einige haben Angst.

    Wir haben nun nach § 87 Abs. 10 BetrVG einen Eingriff ins Lohngefüge festgestellt. (10. Fragen der betrieblichen Lohngestaltung, insbesondere die Aufstellung von Entlohnungsgrundsätzen und die Einführung und Anwendung von neuen Entlohnungsmethoden sowie deren Änderung)
    Außerdem wird ein Sachverständiger hinzugezogen, aber das dauert natürlich alles, da der AG damit nicht einverstanden sein wird und somit wir uns diesen erst per Beschlußverfahren erstreiten müssen.

    Hintergrundinfo: Vor noch nicht mal einem Jahr hatten wir einen Betriebsübergang nach § 613a BGB. Es gibt keinen TV.

    Wer hat sowas schon mal miterlebt oder hat Tipps und Tricks auf Lager. Für alle Infos bin ich dankbar!

    Was können wir als BR (unabhängig von Gewerkschaft) sonst noch machen?

    Was könnten wichtige Bestandteile einer evtl. Betriebsvereinbarung sein?

    Liegen irgendwo Gefahren in so einer BV?

    Vielen Dank.

    Gruß
    ansc