Beiträge von Caro9

    Zitat von schwede12

    Da bin ich aber anderer Meinung wie Du Wink Sonderurlaub kann zwar durch Arbeits / Tarifverträge oder BVen konkretisiert oder ausgeschlossen werden. Ist dies nicht der Fall gilt halt der §616 BGB und da gibt es durchaus einen Anspruch auf bezahlten Sonderurlaub.

    Der §616 BGB hat doch aber mit Sonderurlaub nichts zu tun. Dort geht es doch um das Entgelt bei unverschuldeter Verhinderung. Darunter verstehe ich Krankheit, Unfall und ggf. höhere Gewalt.

    Das hat sich jetzt mit Deiner Antwort überschnitten.

    Das klärende Gespräch ist aus meiner Sicht der richtige Ansatz.

    Dabei kannst Du ihm klar machen, dass Du es beim nächsten Fall nicht für Dich behältst. Wenn jemand sich so unkollegial verhält, kann er sich nicht auf kollegiale Verschwiegenheit berufen.

    Das ist eine wirklich nicht einfache Situation.

    Eine Verschwiegenheitspflicht sehe ich aber nur, wenn er es Dir in Deiner Funktion als Betriebsrat (z.B. im Zuge eines Beratungsgespräches) erzählt hat.

    Andererseits ist das "Verpfeifen" immer anrüchig.

    Entscheidend wäre für mich, ob diese Verfehlungen Auswirkungen auf Kollegen haben kann (z.B. Arbeitssicherheit, andere müssen dafür mehr arbeiten etc.).

    Du kannst ihn aber auf mögliche Folgen hinweisen (fristlose Kündigung bei Arbeitszeitbetrug) und ihm sagen, dass Du nicht zum Mitwisser gemacht werden willst (was bedeutet, dass Du die nächste Mitteilung nicht für Dich behalten wirst).

    Außerdem könntet Ihr als BR auf eine Einführung einer elektronischen Zeiterfassung hinwirken.

    Gruß, Carsten

    Hallo Rabauke,

    auch bei dem von Dir konstruierten Fall kann man nicht von einer persönlichen Stellvertretung sprechen. Sie ist nun mal zufällig die erste (oder auch letzte) Nachrückerin der Liste a und wäre damit genauso die Stellvertretung der 3ten, 4ten oder 6ten BRM der Liste a. Sollte eine weitere BRM der Liste a verhindert sein, kann man doch schon nicht mehr zuordnen, für wen sie nachgerückt ist.

    Persönliche Stellvertretung würde doch aber bedeuten, dass sie immer die Vertretung einer bestimmten BRM wäre und eine eventuelle weitere Nachrückerin immer die Vertretung einer anderen BRM.

    VG, Carsten

    Zitat von knl_le

    Auch als „einfaches“ BRM muss ich doch eine Beziehung zur Basis haben um ggf. über Mehrarbeit oder BVs zu entscheiden.

    Sofern es einen konkreten Anlass gibt, wie z.B. ein Mehrarbeitsantrag oder eine aktuell verhandelte BV, würde ich es unterstützen. Ebenso, wenn der "Flurfunk" von Problemen in einer Abteilung berichtet, zu der das BRM eine direkte Beziehung hat.

    Kritischer sehe ich da schon, wenn es um ein anlassloses Stimmungsbild geht. Dabei könnte bei den MA schnell der Eindruck entstehen, das BRM will sich nur mit "klönen" die Zeit vertreiben.

    VG, Carsten

    An beiden Ansichten ist etwas dran.

    Ich würde immer in einer Betriebsversammlung grob darstellen, welche BV verhandelt werden soll und was die grundlegenden Punkte sind. Wenn man dabei gleich die gesetzlichen oder tariflichen Notwendigkeiten darlegt, kann man auch Meinungen und Ideen der Kollegen einfordern.

    Meiner Meinung nach muss da jeder seinen (Mittel-)Weg finden. Ich jedenfalls weder alles allein entscheiden, noch jedes Mal erst eine große Umfrage starten.

    Zitat von coach69

    Ein Betriebsratsmitglied möchte zurücktreten aus Zeitgründen, möchte aber nicht kommplett aus den BR austreten sonder würde sich noch als Ersatzmitglied zur verfügung stellen .Jetzt meine Frage . An welche Stelle rückt er dann als Ersatzmitglied? An die Position die der Nachrückende hatte oder ans Ende der Ersatzmitglieder

    Das BRM kann sein Mandat nur komplett niederlegen. Die Reihenfolge der BRM und EBRM wird durch die Anzahl der Stimmen bei der Wahl oder die Position auf der Liste (bei Listenwahl) bestimmt. Eine nachträgliche Änderung ist nicht möglich.

    Gruß

    Carsten

    Zitat von fieldcraft

    "An die GF,

    der BR hat vor Einleitung der Neuwahl die Belegschaft gefragt, ob die Mehrheit noch einen BR möchte. Das Ergebnis fiel mit einer Stimme Differenz gegen den BR aus. Wir, d.h. BRM A und BRM B, sehen folglich keine Grundlage für den Fortbestand des Gremiums in unserer Filiale und geben deshab mit sofortiger Wirkung unsere BR-Ämter auf.

    BRM B ist zwar längerfristig AU und kann deshalb das Schreiben nicht mitunterzeichnen, es hat mir aber mündlich bestätigt, dass es seine BR-Tätigkeit nicht mehr ausüben möchte.

    gez. BRM A (BRV)"

    Unter der Formulierung würde ich nicht einen Rücktritt des Betriebsrates sondern die Amtsniederlegung der einzelnen BRM verstehen. Dabei stellt sich dann die Frage, welchen Wert die (angebliche) mündliche Aussage von BRM B hat, wenn er sie bestreitet.

    Unabhängig davon sehe ich hier den GBR in der Verantwortung, Neuwahlen einzuleiten. Vielleicht gibt es ja unter den fast 50%, die einen BR wünschen, geeignete Kandidaten.

    Solange das 2. BRM seinen Rücktritt bestreitet, ist er im Amt. Nur weil er krank ist, kann doch nicht jemand für ihn sprechen.

    Rabauke: wie kommst Du darauf, dass der BR auf ein 1er Gremium verkleinert wird? Das wäre doch erst bei der Neuwahl, wenn sich nicht genügend Kandidaten finden. Wenn man ein bestehendes Gremium verkleinern wollte, würde sich doch auch die Frage erheben, wer von den beiden BRM das EBRM wird.

    Außerdem stellt das Nichteinleiten der Neuwahl doch eine Pflichtverletzung dar. daraufhin könnte / sollte der GBR einen Wahlvorstand einsetzen. Sollten sich dann keine Kandidaten finden, gibt es eben keinen neuen BR.

    Beste Grüße, Carsten

    Hallo Mitbestimmer,

    Zitat von Mitbestimmer

    Unter den gegebenen Umständen (persönlichen Beleidigungen durch GF 2, giftige Arbeitsumgebung ohne PSA etc.)

    Unter den Bedingungen sollte man sich überlegen, ob es sich überhaupt lohnt, die Firma zu retten. Das wäre doch eher ein Fall für die Berufsgenossenschaft oder das zuständige Amt für Arbeitsschutz.

    Gruß

    Carsten

    Hallo zusammen,

    Wir haben jetzt erstmalig einen 3-köpfigen BR gewählt und wollen ihn so schnell wie möglich in Kraft setzen.

    Müssen die 3 Tage Frist (mögliche Ablehnung des Mandats) abgewartet werden, wenn alle gewählten BRM die Wahl annehmen (evtl. schriftlich?)?

    Wir würden die konstituierende Sitzung gerne in 2 Tagen machen.

    Außer der "vor Ablauf einer Woche"-Frist für die Einladung habe dazu ich nichts gefunden.

    Hat jemand damit Erfahrung (oder eine Meinung)?

    Beste Grüße

    Caro9

    Hallo Kokomiko,

    zur Erklärung:

    da wir alle in laufenden Arbeiten eingebunden sind (und alle 27 Mitarbeiter hier eng an einem Standort arbeiten), hielten wir den Zeitraum von 1 Stunde ausreichend. Wir hatten einen meetingfreien Zeitraum ausgesucht und entsprechend in der Wahlausschreibung kommuniziert.

    Alle Kollegen, die verhindert waren, bzw. befürchteten verhindert zu sein, hatten Briefwahl beantragt, weswegen wir auch erst später auszählen können.

    Während wir als Wahlvorstand diese 1 Stunde überwiegend wartend zugebracht haben, haben > 50% der Belegschaft ihre Stimmen abgegeben.

    3 Kollegen kamen ca. 20 min nach Schluß, da sie in einem Meeting saßen, dass weit überzogen wurde. Allerdings fand dieses Meeting auf dem gleichen Flur statt und die MA gaben an, den Zeitrahmen der Stimmabgabe "vergessen" zu haben. Deshalb wollten sie nachträglich ihre Stimme abgeben. Wir als WV halten das für nicht möglich und deshalb hier meine Frage nach anderen Erfahrungen.


    Gruß

    Caro9

    Hallo,

    wir haben heute eine erstmalige Betriebsratswahl abgehalten. Angesetzt war laut Wahlausschreibung eine Stunde zur Stimmenabgabe (wir haben nur 27 Wahlberechtigte). Nun waren aber einige Kollegen durch ein länger dauerndes Meeting zu spät.

    Meine Frage: darf der Wahlvorstand noch eine nachträgliche Stimmenabgabe beschließen? Die Stimmenauszählung findet wegen noch nicht eingetroffener Briefwahlunterlagen erst nächste Woche statt.

    Es würde mich freuen, wenn jemand einen Tip (oder Erfahrung) hat.

    Danke im voraus.

    Caro9

    Hallo,

    wir wählen erstmalig einen Betriebsrat.

    Im Betrieb haben wir Diplomanden mit einem Diplomandenvertrag ohne Arbeitsentgeld und Doktoranden mit einem Arbeitsvertrag (quasi 1/2 Stelle).

    Meines Erachtens sind die Diplomanden nicht wahlberechtigt, die Doktoranden aber schon.

    Liege ich da richtig?

    Beste Grüße,

    Caro9

    Hallo, wir wollen erstmals einen BR nach dem vereinfachten Verfahren wählen (ca.30 MA). Wir sind 3 (bzw. 4) MA, die bereit sind sich zu engagieren. Gibt es ein Problem, wenn wir zur Wahlversammlung einladen, uns zum Wahlvorstand wählen lassen und dann auch für den BR kandidieren? Ich konnte nichts finden, was das untersagen würde.

    Gruß Caro9