Beiträge von Caro9

    Mercator sollte doch bitte Details liefern.

    - Wie ist es vom AG gemeint, Anweisung oder Ratschlag?

    - Was sollen die MA unterschreiben: "Ich verpflichte mich, mich daran zu halten" oder " Ich habe die Sicherheitsunterweisung gelesen und verstanden"?

    Sonst lässt sich zuviel hineininterpretieren.

    Ich würde erstmal mit dem AG klären, ob es als Anweisung oder als Empfehlung gemeint ist.

    Eine Empfehlung zum sicheren Schuhwerk kann er mitbestimmungsfrei geben, die MA müssen sich aber nicht unbedingt daran halten.

    Wenn es eine verpflichtende Anweisung sein soll, dann gehört das Thema in den ASA und ist mitbestimmungspflichtig. Außerdem muss der AG dann auch die Arbeitsschuhe bereitstellen.

    Solange das nicht passiert, würde ich der Belegschaft gegenüber kommunizieren, dass es bislang nur eine Empfehlung ist.

    Abgesehen von Ordnung im Betrieb gehört das zum Arbeitsschutz. Und die Sars-Cov2-Arbeitsschutzverordnung verlangt als Grundlage eine Gefährdungsbeurteilung. Bei Gefährdungsbeurteilungen ist der BR generell (auch über den ASA) zu beteiligen.

    Mir geht es eigentlich gar nicht um irgendein Mitbestimmungsrecht was evtl. verletzt wird sondern eher um die Frage warum der BRV und sein Stellvertreter ins Home Office wollen.

    Nach meiner Auffassung ist das gar nicht möglich. Zum einen ist unser BRV Vollfreigestelltes BR Mitglied und sein vohheriger Job war kein Bürojob den er evtl. auch im Home Office hätte machen können .

    Welchen Job der BRV früher hatte spielt doch keine Rolle, wenn er freigestellt ist. Die BR-Arbeit lässt sich (zumindestens weitgehend) auch im Home Office leisten. Entscheidend ist, dass die technischen Möglichkeiten (Netzzugang, Videokonferenz, etc.) gegeben sind.

    Je nach Euren örtlichen Gegebenheiten kann es aber sinnvoll sein, dass immer einer (BRV oder sBRV) vor Ort ist.

    Tobias Clausing : das war es was ich gesucht hatte, das Einverständnis reicht aus. Also muss nicht zwingend alles neu gemacht werden.

    Das heißt ja, dass man herumgehen und von jedem Unterstützer die Einverständniserklärung dokumentieren muss. Dann kann man die Liste auch gleich neu machen.

    Nur eine Info an die Unterzeichner reicht meiner Meinung nach nicht aus.

    Im Monatsgespräch redet der AG mit den von den Mitarbeitern gewählten Vertretern und da ist es auch mal gut wenn vielleicht der Hausmeister sagt...was hier abläuft finde ich Mist!


    Der freigestellte BRV denkt dies vielleicht auch aber sagt es etwas mehr durch die Blume

    Es ist manchmal schon vorteilhaft, wenn man dabei auch mal "Böser BR - Guter BR" spielt. Dabei sollte es aber in die gleiche Richtung laufen.


    Ansonsten bin ich bei Moritz. Wenn jeder dort seine eigene Meinung rausposaunt, die dann vielleicht der offizielen BR-linie widerspricht, kann dass einigen Schaden anrichten.

    Da muss ich widersprechen. Ganz so einfach ist das (im Moment) nicht.

    Das ist jetzt gefühlt das 426ste Mal, das ich hier im Forum auf den SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hinweise und den sollte man als Betriebsrat derzeit wirklich kennen!!

    Nicht könnte, sollte oder wäre ganz nett, sondern IST nach Möglichkeit im Homeoffice auszuführen.

    Unabhängig von Mitbestimmungsrechten ist bei dem Zitat das "IST" zwar deutlich, aber das "nach Möglichkeit" macht es dem AG doch leicht, zu argumentieren (oder behaupten)m warum er die MA vor Ort braucht.

    Ich würde daraus eher ein Initiativrecht für eine BV "Mobiles Arbeiten" ableiten.

    Weiterhin bedeutet dass dann auch, da 2,5% der Fälle statistisch mit dem Leben bezahlt werden, das wir bis Ende Juni 2021 in Summe ca. 2 Mio Bundesbürger weniger sind.

    Auch wenn das nicht so ganz stimmt, da nicht jeder Infizierte auch erkrankt, ist diese Rechnung


    Dennoch 2 aktuelle Zahlen von Gestern 11287 Neuinfektionen ( nicht erkrankte) und 30 Todesfälle. Macht 0,27 %

    nicht korrekt.

    Die Todesfälle muss man in Relation zu den Infektionen von vor 4, 6, oder x Wochen setzen, als die Neuinfektionen noch deutlich niedriger waren.

    Die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen, schlimm genug.

    Also, ich kenne das so, dass die GF nicht einfach die IT beauftragen kann, bestimmte Mail-Postfächer der MA freizuschalten. Bei uns muss da vorher eine Genehmigung vom Datenschützler und dem BR vorliegen. Und es muss einen wirklich wichtigen Grund geben.

    Das betrifft doch (nur) die Fälle, wo der AG den Zugriff haben will, ohne dass der MA die Einwilligung gegebn hat. Sei es wegen Urlaub, Krankheit oder weil er die Firma verlassen hat.


    In diesem Fall bin ich eher bei Moritz, da die Initiative ja von der Mitarbeiterin ausging.

    Wenn sie als Alternative dem GF ihre Login Daten gegeben hätte oder eine permanente Weiterleitung eingerichtet hätte (mit oder ohne Abwesenheitsmeldung), hätte der BR doch auch kein Mitbestimmungsrecht.

    Es kommt darauf an, wie Deine Arbeitszeit vertraglich festgelegt ist. Wie Tobias schon schreibt, sind Urlaubstage immer ganze Arbeitstage.

    Nur wenn sich Deine Arbeitszeit flexibel verteilt (z.B. 35 Stunden in 5 Tage Woche mit Gleitzeit), ist es üblich, die Wochenarbeitszeit auf die Tage zu verteilen. In dem Beispiel also 7 Stunden pro Urlaubstag.

    Vor Jahren wurde auch bei uns etwas derartiges als "Teambuilding Event" veranstaltet. Die Reaktion der MA war ähnlich wie hier.

    Es wurde dann mit Seminarleitung, GF und BR eine Aufteilung vereinbart.

    Zunächst blieben die MA unter sich und listeten die Probleme und mögliche Lösungen auf. Im Beisein der Führungskräfte wurde das Ergebnis dann vorgestellt.

    Dadurch wurden die Probleme wirklich angesprochen, aber niemand musste sich direkt outen. Die FK wurden auch nicht direkt angegriffen, sondern jeder konnte sich den Schuh anziehen, der ihm passte.

    Das Ganze hatte dann zumindestens einige Zeit gewirkt.

    Es kommt auf den TV an.

    Im TVÖD gilt z.B.:

    Bei gleicher Tätigkeit, aber fehlenden persönlichen Voraussetzungen (hier Meisterbrief), erfolgt die Eingruppierung eine Gruppe tiefer. Außer dem MA wird (von einer dazu befähigten Person) bescheinigt, dass er die gleichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, wie ein MA mit der entspr. Ausbildung.

    Hallo Motte,

    wenn sich jemand bei dem BR beschwert, muss der BR für sich entscheiden, ob er die Beschwerde für begründet hält. Dafür muss er natürlich beide Seiten hören. Wenn der BR mit Dir gesprochen hat war es also keine Anklage, sondern ein Erfragen von Informationen bzw. Deiner Sichtweise.

    Hält der BR die Beschwerde jetzt für begründet, muss er sie an den AG weiterleiten. Erst dann werden "Ross und Reiter" genannt, um den Sachverhalt zu untersuchen.

    Hallo Rabauke,

    Punkt 4.2 aus Deinem Link stützt doch meine Aussage.

    Auch ein freigestelltes BRM kann unter bestimmten Voraussetzungen Freizeitausgleich oder Mehrarbeitsvergütung beanspruchen.

    Hallo Juddel,

    ich stimme dem Rabauken nicht vollständig zu, aber wie Markus geschrieben hat, müssen die zusätzlichen Stunden erforderlich sein. Nach Eurer BV "aus dringenden betrieblichen Gründen".

    Wenn Dein AG Dir die Stunden nicht gutschreibt, wirst Du sie einklagen müssen. Spätestens dann musst Du vorm ArG darlegen müssen, warum diese BR-Tätigkeiten zu dem Zeitpunkt erforderlich waren.