Lexikon
Ausbildungszeugnis

Ausbildungszeugnis

ifb-Logo
Redaktion

Kostenlose ifb-Newsletter

Abonnieren Sie unsere Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unseren Newslettern für Betriebsräte, SBV und JAV.
Jetzt abonnieren

Leistung: gut - Betragen: ?? oder „Das Geheimnis der Ausbildungszeugnisse“

JAV und Betriebsrat haben im Rahmen des gesetzlichen Überwachungsauftrages darauf zu achten, dass der Ausbildungsbetrieb Zeugnisse erstellt. Doch wann muss ein Ausbildungszeugnis ausgehändigt werden? Welche Arten von Ausbildungszeugnissen gibt es? Was ist beim Inhalt eines Ausbildungszeugnisses zu beachten? Fragen über Fragen... Da ein Ausbildungszeugnis aber eine besondere Bedeutung für den weiteren Berufsweg hat – vor allem in Zeiten, in denen die Übernahme nach der Ausbildung kein Regelfall ist - sollte auch die JAV über die Anforderungen an ein Ausbildungszeugnis Bescheid wissen. Nur so könnt Ihr den Azubis wichtige Tipps geben.

Nach § 16 Berufsbildungsgesetz (BBiG) hat jeder Auszubildende nach Beendigung der Ausbildung Anspruch auf ein Ausbildungszeugnis. Dieses ist dem Auszubildenden unaufgefordert auszustellen. Betriebsrat und JAV haben einen Überwachungsauftrag, ob der Arbeitgeber sich an diese Vorgabe hält.

Zeugniserstellung: Sachgemäß und mit verständigem Wohlwollen

Der Ausbildungsbetrieb ist verpflichtet, das Zeugnis sachgemäß und mit verständigem Wohlwollen abzufassen. Dies ergibt sich aus der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers und aus der sozialen Mitverantwortung. Dem Auszubildenden darf – wie allen Arbeitnehmern – das berufliche Weiterkommen nicht ungerechtfertigt erschwert werden und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt nicht unnötig verschlechtert werden.

Ausbildungszeugnisse müssen nicht nur inhaltlich, sondern auch in formeller Hinsicht einwandfrei sein. Der Gesamteindruck ist wichtig. Enthält ein Ausbildungszeugnis beispielsweise viele Schreibfehler oder enthält es erkennbare Korrekturen, lässt sich daraus eine Geringschätzung durch den Betrieb ableiten. Deshalb ist die äußere Form so zu gestalten, dass nicht der Eindruck entsteht, der Verfasser distanziere sich vom Inhalt des Zeugnisses. Bei inhaltlichen Fehlern oder Schreibfehlern hat der Auszubildende einen Anspruch auf Ausstellung eines neuen, fehlerfreien Zeugnisses unter dem gleichen bzw. einem zeitnahen Datum.

Qualifiziertes und einfaches Zeugnis

Es wird unterschieden zwischen einem qualifizierten und einem einfachen Zeugnis. Ein einfaches Zeugnis beinhaltet Art und Dauer der Ausbildung. Es handelt sich hauptsächlich

Aktuelle Videos zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren

Gut zu wissen: Haftung während der Ausbildung

Ein 24-jähriger Azubi stand in Freiburg vor Gericht. Dem jungen Mann wurde vorgeworfen, in seinem Betrieb ein Feuer gelegt zu haben. Das Motiv? Laut Staatsanwaltschaft Frust und Unzufriedenheit mit dem Arbeitgeber. Die Flammen zerstörten die Werkshalle und richteten einen Schaden in Höhe v ...
Mehr erfahren

„Ich liebe die Herausforderung, daran kann man nur wachsen“

In Gesprächen mit Führungskräften souverän bleiben, auf fremde Menschen zugehen oder selbstbewusste Auftritte auf der Bühne – Ibrahim Al Haddouchi hat jede Menge dazugelernt, seit er Mitte 2023 zum Vorsitzenden der Gesamt-Jugend- und Auszubildendenvertretung bei METRO Deutschland gewählt w ...
Mehr erfahren
In einem dualen Studium ist der letzte Ausbildungsabschnitt, der auf den Erwerb des Bachelors gerichtet ist, kein Ausbildungsverhältnis im Sinne von § 78a Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG). Verlangt ein JAV- oder Betriebsratsmitglied in dieser Situation die Übernahme, kommt kein unbefristetes Vollzeitarbeitsverhältnis zustande.