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Anlagenintensität

Begriff

Der Anlagenintensität gibt an, wie hoch der Anteil des Anlagevermögens ist, der im Gesamtvermögen gebunden ist.

Formel:

   Anlagevermögen X 100
Anlagenintensität =
      Gesamtvermögen

Erläuterungen

Anlagevermögen bindet langfristig Kapital und verursacht fixe Kosten, wie Kapitalbindungskosten und Abschreibungen auf Produktionsanlagen. Als fixe Kosten fallen diese unabhängig von der Marktleistung des Unternehmens an. Deshalb gilt:

  • Je höher die Anlagenintensität desto höhere Stückzahlen muss das Unternehmen produzieren, um geringe Kosten pro Stück zu erreichen (Fixkostendegressionseffekt).
  • Je geringer die Anlagenintensität, umso flexibler kann ein Unternehmen auf veränderte Marktverhältnisse reagieren.
Rechtsquellen

Die Anlagenintensität ist eine Kennzahl und damit ein Werkzeug zur Bilanzanalyse. Der Aufbau der Kennzahl ist in keinem Gesetz beschrieben.

Tipp für den Wirtschaftsausschuss

Diese Kennziffer ist stark branchenabhängig. Ein hohes Anlagevermögen findet sich in der Chemischen Industrie, der Stahlindustrie, Versorgungsunternehmen und bei automatisierten Produktionsunternehmen. Moderne Finanzierungsformen wie Leasing senken die Anlagenintensität, weil der Leasinggegenstand beim Leasinggeber in der Bilanz ausgewiesen wird.

Eine Besonderheit kann auftreten, wenn mehrere Unternehmen in einem Konzern verbunden sind oder der Eigentümer eines Unternehmens mehrere Gesellschaften hat. Dann vermietet / verpachtet eine Besitzgesellschaft die Sachanlagen an die Betriebsgesellschaft, die das operative Geschäft abwickelt. Die Betriebsgesellschaft trägt das Marktrisiko und hat im Fall einer Insolvenz kein haftbares Vermögen. Diese ist über die Besitzgesellschaft geschützt. In diesem Fall weist die Betriebsgesellschaft eine Anlagenintensität von nahe Null aus.

Achtung: Viele Unternehmen passen diese Kennzahl auf ihre speziellen Bedürfnisse an. Der Wirtschaftsausschuss sollte sich daher immer den Aufbau der Kennzahl im eigenen Unternehmen erläutern lassen.

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Redaktion

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