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Ablauforganisation

Begriff

Die Ablauforganisation beschreibt betriebswirtschaftlich, wie etwas in einem Unternehmen „abläuft“. Sie beschäftigt sich mit dem Ablauf von Arbeitsprozessen unter Berücksichtigung und dem Einsatz der betriebswirtschaftlichen Produktionsfaktoren Werkstoffe, Betriebsmittel, menschliche Arbeit, sowie dem sog. „dispositiven Faktor“ (Leitung, Planung, Organisation und Überwachung).

Erläuterungen

Aufgabe der Ablauforganisation ist es, die Produktionsmittel Werkstoffe, Betriebsmittel, menschliche Arbeit und den sog. „dispositiven Faktor“ hinsichtlich des Ablaufs der Erstellung der Leistung räumlich und zeitlich  so zu gestalten, dass alle Arbeitsprozesse möglichst gut aufeinander abgestimmt sind, damit eine möglichst gute Produktivität gewährleistet werden kann.

Eine möglichst gute Ablauforganisation hat zum Ziel die Auslastung der Produktion zu steigern, die Produktionszeiten zu verkürzen, die Qualität der Produkte und Dienstleistungen zu steigern, die Transport- und Wegezeiten zu verkürzen, um dadurch Termintreue und eine möglichst hohe Qualität für den Kunden zu gewährleisten. Damit wird klar, dass der Schwerpunkt der Ablauforganisation in der Organisation der Aufgabenverteilung liegt. 

Die Ablauforganisation kann in einem Ablaufplan münden.  

Die individuelle Gestaltung der Ablauforganisation ist u.a. von der Art der Produktion (z.B. Fließbandfertigung, Werkstattfertigung, Gruppenfertigung), von der Qualifikation und dem Engagement der Mitarbeiter, sowie der Informationssysteme abhängig. Ebenso können externe Rahmenbedingungen die Ablauforganisation beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise arbeitsrechtliche oder sicherheitsrelevante Vorschriften, das Arbeitsschutz- und Umweltrecht, technologische Neuerungen usw.

Tipp für den Wirtschaftsausschuss

Wirtschaftsausschussmitglieder und Betriebsratsmitglieder sollten sich mit den wesentlichen betriebswirtschaftlichen Grundbegriffen der Ablauforganisation vertraut machen. Dies wird insbesondere bei der Mitbestimmung bei Betriebsänderung bzw. bei der Ausübung der Informations- und Beratungsrechte des Wirtschaftsausschusses und des Betriebsrats wichtig. Nicht nur die Analyse von Berichten externer Unternehmensberater wird einfacher, sondern auch das Erstellen eigener Konzepte zur Vermeidung einschneidender Umstrukturierungsmaßnahmen.

Jörg Sticher

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