Liebe Nutzer,

für ein optimales und schnelleres Benutzererlebnis wird als Alternative zum von Ihnen verwendeten Internet Explorer der Browser Microsoft Edge empfohlen. Microsoft stellt den Support für den Internet Explorer aus Sicherheitsgründen zum 15. Juni 2022 ein. Für weitere Informationen können Sie sich auf der Seite von -> Microsoft informieren.

Liebe Grüße,
Ihr ifb-Team

Branchenvergleich

Begriff

Mit Hilfe eines Branchenvergleichs – also der Frage „Wie steht das eigene Unternehmen im Verhältnis zu anderen Unternehmen in der Branche da?“ – lassen sich oft Ansatzpunkte für Verbesserungen im Unternehmen finden. Ein Branchenvergleich muss aber überlegt angegangen werden, denn zu oft werden „Äpfel mit Birnen“ verglichen.

Erläuterungen

Bei einem Branchenvergleich werden in der Regel Kennzahlen des eigenen Unternehmens mit den Durchschnittskennzahlen der eigenen Branchen verglichen.

Branchenvergleiche erstrecken sich häufig auf die Bereiche Kosten und Erlöse sowie auf Bilanzkennzahlen und die Rentabilität. Beispiele hierfür wären:

  • Kostenbereich: Anteil auf den Umsatz bezogen von Personalkosten, Materialverbrauch oder der Abschreibungen
  • Erlösbereich: Umsatzzahlen, Kundenstruktur oder durchschnittliche Umsätze pro Kunde
  • Bilanzkennzahlen: Eigenkapitalquote, Liquiditätsgrad oder Anlagevermögensquote
  • Rentabilität: Umsatzrendite, Eigen- oder Gesamtkapitalrendite

Quellen für Branchenvergleiche sind hauptsächlich die Branchenverbände, Banken aber auch statistischen Ämter, private Marktforschungsinstitute oder Universitäten.

Die mit einem Branchenvergleich beabsichtigten Aufgaben:

  1. Lernfunktion: Welche Schwachstellen lassen sich erkennen und wie können wir diese beheben?
  2. Motivationsfunktion: Wir befinden uns ständig im Wettbewerb. Wo können wir überzeugender und besser werden?
  3. Bewertungsfunktion: Vor allem Externe (Banken oder Investoren) stellen Vergleiche an, um Stärken oder Schwächen ablesen zu können.

Branchenvergleiche sind jedoch vorsichtig zu nutzen und folgende Fragen sollte man sich dabei stellen:

  • Ist das eigene Unternehmen tatsächlich mit dem breiten Durchschnitt vergleichbar oder wird dadurch die Aussage verfälscht?
  • Sind diese genutzten Zahlen tatsächlich belastbar und haben eine  ausreichend breite Zahlenbasis (Werte von Unternehmen)?
  • Lassen sich die Ergebnisse wirklich eindeutig auslegen oder gibt es viele Auslegungsmöglichkeiten? 

 Eine Fortführung und Erweiterung des Branchenvergleichs stellt das „Benchmarking“ dar.

Tipp für den Wirtschaftsausschuss

Fragen für die Wirtschaftsausschusssitzung:

  • Wie stehen wir im Branchenvergleich da?
  • Welche Vergleichszahlen nutzen wir: Den Durchschnitt der Gesamtbranche? Oder sollten wir uns lieber mit nur einem Ausschnitt aus der Branche vergleichen, der uns besser entspricht?
Wolfram Lutz

Aktuelles Video zum Thema

Wirtschaftsausschuss - einfach erklärt

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Seminarvorschlag