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Equity-Bewertung

Begriff

Die Equity-Bewertung ist eine Methode für den Bilanzansatz von Anteilen an assoziierten Unternehmen. Sie wird bei einem Konzernabschluss angewandt.

Erläuterungen

Wenn ein Unternehmen (A) von einem anderen Unternehmen (B) Anteile hält, die ihm zwar keinen beherrschenden Einfluss, wohl aber einen maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen (B) sichern, so ist das Unternehmen (B) für das Unternehmen (A) - welches die Anteile hält -, ein assoziiertes Unternehmen.

Anteile an einem anderen Unternehmen werden i.d.R. zu Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle eines assoziierten Unternehmens wird davon abgewichen und die Equity-Methode herangezogen. Diese besagt, dass der Buchwert der Anteile sich spiegelbildlich zur Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals am beteiligten Unternehmen verändert. Damit wirken sich z. B. jährliche Jahresüberschüsse bzw. Jahresfehlbeträge, aber auch Gewinnausschüttungen beim beteiligten Unternehmen direkt auf den Bilanzansatz desjenigen Unternehmens aus, das diese Anteile hält. Die Bewertung der Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen ist deshalb jährlich für den Konzernabschluss neu zu berechnen.

Falls die Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist, darf auf die Equity-Bewertung verzichtet werden.

Rechtsquellen

Die Equity-Bewertung wird in § 312 HGB (Handelsgesetzbuch) beschrieben. Für Konzernabschlüsse nach IFRS ist IFRS 28 heranzuziehen

Tipp für den Wirtschaftsausschuss

Der Bilanzansatz der Anteile an einem assoziierten Unternehmen sollte längerfristig verfolgt werden, damit eine niedrigere Bewertung der Anteile auffällt. Ein niedrigerer Bilanzansatz sollte hinterfragt und bei fallender Bewertung der Anteile am assoziiertem Unternehmen die Strategie, die hinter dem Halten der Anteile steckt, bei der Geschäftsführung nachgefragt wird.

Silvia Kühlem

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