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Lexikon
Innovationsmanagement

Innovationsmanagement

Wolfram Lutz
Stand:  16.3.2023
Lesezeit:  01:45 min

Kurz erklärt

Innovationsmanagement bezieht sich auf den systematischen Prozess, mit dem Unternehmen neue Ideen entwickeln, in marktfähige Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse umsetzen und diese erfolgreich einführen. Es umfasst die Planung, Koordination und Steuerung aller Aktivitäten, die darauf abzielen, Innovationen zu fördern und zu optimieren, um die Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Rentabilität eines Unternehmens sicherzustellen. Innovationsmanagement umfasst die Identifizierung von Chancen, Ressourcenallokation, Risikobewertung und die Schaffung einer Innovationskultur innerhalb der Organisation.

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Begriff

Innovationsmanagement versucht, den Prozess der Entstehung, Verwertung und Umsetzung von neuen Ideen in Unternehmen systematisch zu steuern. Neue Ideen können dabei neue Produkte oder Leistungen betreffen, aber z. B. auch Verbesserungen bei der Herstellung, in der internen Kommunikation oder beim Geschäftsmodell.

Erläuterung

Grundsätzlich versucht die Geschäftsführung, die Entwicklung eines Unternehmens möglichst gut vorhersehbar und planbar zu machen. Dies gilt auch im Bereich der Entwicklung von Ideen, deren Prüfung und gegebenenfalls auch deren Umsetzung.

Ein Innovationsmanagement umfasst die Schritte, die bei der Entwicklung von Neuerungen im Unternehmen üblicherweise anfallen. Dabei geht darum, diese Schritte aktiv zu gestalten. Das heißt: Es geht um die Festlegung von möglichst einheitlichen Abläufen und Verfahren. Im Idealfall ist ein Innovationsmanagement in die Unternehmensstrategie eingebettet und sorgt dafür, dass alle Mitarbeiter konstruktiv an einem Strang ziehen.

Zielsetzung ist, einen Erneuerungsprozess in Unternehmen anzustoßen und in Gang zu halten. Neuerungen beschränken sich dabei nicht nur auf neue Produkte und Dienstleistungen, sondern auch auf Fertigungsprozesse, Materialeinsatz, Organisationstrukturen, Managementprozesse, Markteinschätzung und Markteinführung etc.

Bestandteile eines Innovationsmanagements:

  • Schaffung von organisatorischen Rahmenbedingungen und einem  kreativitätsfreundlichen Klima
  • Einrichten eines funktionierendes Vorschlagswesen, das von dem Mitarbeitern verstanden und getragen wird
  • Wertschätzende Haltung von Vorgesetzten gegenüber Ideengebern und deren Ideen
  • Transparente und effiziente Abläufe bei der Prüfung und Beurteilung von Ideen und Vorschlägen

Innovationen, die zu neuen Produkten oder Dienstleistungen führen, durchlaufen in der Regel folgende Phasen (nach dem „Stage-Gate®-Model“):

  1. Ideengewinnung und Ideensammlung
  2. Ideenbewertung
  3. Produktentwicklung
  4. Produkttests mit Kunden
  5. Produktmarketing
  6. Produktvertrieb

Diese Phasen aktiv zu steuern und immer wieder zu verbessern ist Aufgabe des Innovationsmanagements.

Tipp für den Wirtschaftsausschuss

Fragen für die Wirtschaftsausschusssitzung:

  • Haben wir ein Innovationsmanagement und wie ist dieses organisiert?
  • Welchen Aufwand verursacht das Innovationsmanagement und welchen Nutzen hat es uns bereits gebracht?
  • Welche Kennzahlen für das Innovationsmanagement werden ermittelt und können Sie diese uns erläutern?
  • Welche Verbesserungsmöglichkeiten gibt es und bis wann werden diese umgesetzt werden?
Seminare zum Thema:
Innovationsmanagement
Die SBV im Wirtschaftsausschuss
Controlling und Unternehmensplanung
Wirtschaftsausschuss kompakt Teil II
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