Liebe Nutzer,

für ein optimales und schnelleres Benutzererlebnis wird als Alternative zum von Ihnen verwendeten Internet Explorer der Browser Microsoft Edge empfohlen. Microsoft stellt den Support für den Internet Explorer aus Sicherheitsgründen zum 15. Juni 2022 ein. Für weitere Informationen können Sie sich auf der Seite von -> Microsoft informieren.

Liebe Grüße,
Ihr ifb-Team

Lexikon
Kaizen

Kaizen

Wolfram Lutz
Stand:  15.3.2023
Lesezeit:  01:30 min

Kurz erklärt

Kaizen ist eine japanische Geschäftsphilosophie, die kontinuierliche Verbesserung und Effizienz in Arbeitsprozessen betont. Sie basiert auf dem Prinzip, kleine, inkrementelle Veränderungen und Anpassungen vorzunehmen, um langfristig eine höhere Qualität und Produktivität zu erreichen. Kaizen fördert die Beteiligung aller Mitarbeiter und die ständige Suche nach Möglichkeiten zur Optimierung von Abläufen und zur Verschwendungsbeseitigung.

Kostenlose ifb-Newsletter

Abonnieren Sie unsere Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unseren Newslettern für Betriebsräte, SBV und JAV.
Jetzt abonnieren

Begriff

Kaizen stammt aus dem Japanischen und setzt sich aus „Kai“: Veränderung und „Zen“: zum Besseren zusammen. Damit wird die Bedeutung klar: Kaizen beschreibt eine (Arbeits-)Haltung, die nach einer ständigen Verbesserung strebt. Hierbei geht es um Verbesserung in kleinen Schritten und nicht die eine große Innovation, die zum Erfolg führt.

Erläuterung

Kaizen kam zu Beginn der 1990er Jahre aus Japan in die USA und nach Europa. Zum großen Teil ausgelöst durch eine Studie über den japanischen Automobilkonzern TOYOTA (Womack u.a.: The machine that changed the world: The story of lean production, 1990). Dieser hatte sich in der Nachkriegszeit und nach Jahren der Krise wieder erholt und dabei eine besondere Arbeitshaltung und eine besondere Art der Arbeitskultur entwickelt, die bemerkenswerte Erfolge nach sich zog.

Kernelemente von Kaizen sind verschiedene Prinzipien:

  • Prozessorientierung: Wiederholte Analyse und Verbesserung der Prozesse, anstatt nur auf das Ergebnis fixiert zu sein
  • Kundenorientierung und zwar in doppelter Hinsicht: den Bedarf der externen Kunden in den Mittelpunkt zu stellen, aber auch die internen Kunden (andere Abteilungen oder Mitarbeiter) zufrieden zu stellen
  • Qualitätsorientierung: Sicherstellen und gewährleisten der Produktmerkmale, die den Kunden wichtig sind
  • Kritikorientierung: Kritik und Verbesserungsvorschläge sind erwünscht und sind vom Management positiv aufzunehmen und -soweit sinnvoll - auch umzusetzen
  • Standardisierung: werden Verbesserungsmöglichkeiten erkannt, dann sollen diese auch dauerhaft zum neuen Standard werden; zumindest so lange, bis weitere Verbesserungen möglich sind    

In Deutschland wird der Kaizen-Gedanke oft in Form eines KVP-Programms (KVP = Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses) in Unternehmen umgesetzt.

Tipp für den Wirtschaftsausschuss

Fragen für die WA-Sitzung:

  • Werden Möglichkeiten für Verbesserungen systematisch erfasst und umgesetzt?
  • Werden Vorschläge der Mitarbeiter gerne angenommen und ausreichend wertgeschätzt?
Seminare zum Thema:
Kaizen
Wirtschaftsausschuss kompakt Teil I
Outsourcing, Ausgliederung, Offshoring
Internationale Rechnungslegung für den Wirtschaftsausschuss
Diese Lexikonbegriffe könnten Sie auch interessieren
Aktuelle Videos zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren

Die erste Sitzung des Wirtschaftsausschusses – darüber sollten Sie sprechen!

In Ihrem Unternehmen wurde vom Betriebsrat ein Wirtschaftsausschuss gegründet. Jetzt findet die konstituierende Sitzung statt. Um ein leistungsstarkes Gremium zu werden, müssen zu Beginn viele Dinge geregelt werden. Wir geben Ihnen wichtige Tipps für einen erfolgreichen Start in die Arbeit ...
Mehr erfahren

Hilfe für den Arbeitgeber: Der Betriebsrat berät bei wirtschaftlichen Angelegenheiten

Neben sozialen und personellen Aufgaben gehören auch wirtschaftliche Fragen zum Betätigungsfeld eines Betriebsrates. In Unternehmen mit in der Regel mehr als 100 ständig beschäftigten Arbeitnehmern ist ein Wirtschaftsausschuss zu bilden (§ 106 Abs. 1 S. 1 BetrVG).
Mehr erfahren
Führen ein Tendenzunternehmen sowie ein tendenzfreies Unternehmen einen Gemeinschaftsbetrieb und verfügt nur das Tendenzunternehmen über mehr als 100 ständig beschäftigte Arbeitnehmer, kann kein Wirtschaftsausschuss errichtet werden.