Lexikon
Lagerhaltung

Lagerhaltung

Hans-Wilhelm Voss
Stand:  7.9.2023
Lesezeit:  01:45 min

Kurz erklärt

Lagerhaltung bezieht sich auf die Praxis, Waren oder Rohstoffe physisch zu lagern, um sie für den späteren Verkauf oder Gebrauch aufzubewahren. Unternehmen verwenden Lager, um die Verfügbarkeit von Produkten sicherzustellen und Lieferzeiten zu verkürzen. Eine effiziente Lagerhaltung erfordert das richtige Gleichgewicht zwischen Lagerbeständen und Nachfrage, um Überbestände und Engpässe zu vermeiden.

Kostenlose ifb-Newsletter

Abonnieren Sie unsere Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unseren Newslettern für Betriebsräte, SBV und JAV.
Jetzt abonnieren

Begriff

Unter Lagerhaltung versteht man die Aufbewahrung von Materialien und Halbfertigerzeugnissen für die Produktion der Fertigerzeugnisse oder Handelswaren für den Verkauf. Für diese Aufbewahrung müssen entsprechende Lagerräume zur Verfügung stehen.

Erläuterung

Zu den hauptsächlichen Aufgaben der Lagerhaltung gehört die Absicherung von Prozessen gegenüber Störungen (Sicherungsfunktion): Vermeidung von Produktionsausfällen oder Lieferproblemen. Für die Schwankungsbreite in der Nachfrage dient das Lager zum Ausgleich von Nachfrage- oder Angebotsüberhängen (Ausgleichs- oder Überbrückungsfunktion).

Aus Kostengründen (Raumkosten für geeignete Lagerräume und die Kapitalbindung) versucht man in vielen Unternehmen  seit ca. 20 Jahren die Lagerhaltung soweit möglich zu optimieren. Dieses findet unter Verfahren statt, die unter dem Stichwort „Just in time“ bekannt sind. Zielsetzung ist es, die Materialien und Zulieferteile dem Produktionsprozess genau dann zuzuführen, wenn sie benötigt werden und die Auslieferung der Fertigwaren

direkt an die Fertigstellung anzuschließen. Logistikunternehmen übernehmen hier häufig  einen Teil der Aufgabe. Somit hat die Lagerhaltung für viele Unternehmen nicht mehr so eine zentrale Bedeutung, wobei dieses nicht ohne Risiken ist.

Tipp für den Wirtschaftsausschuss

Mit Hilfe von Kennziffern, wie z.B. Lagerumschlagshäufigkeit, durchschnittliche Lagerdauer, Bevorratungsquote, etc. kann je nach Unternehmensausrichtung ermittelt werden, wie effektiv diese Strategie umgesetzt worden ist.

Seminare zum Thema:
Lagerhaltung
Klassische und agile Managementmethoden
Wirtschaftsausschuss Teil I
Gut organisiert im Wirtschaftsausschuss
Diese Lexikonbegriffe könnten Sie auch interessieren
Aktuelle Videos zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren

Tipps für die Organisation im neuen Wirtschaftsausschuss

Damit ein Wirtschaftsausschuss dauerhaft erfolgreich arbeiten kann, sollten alle Beteiligten wissen, was die konkreten Aufgaben des Wirtschaftsausschusses im Unternehmen sind. Mit einer strukturierten Organisation erleichtern Sie sich die Arbeit dieses Informationsprozesses.
Mehr erfahren

Wirtschaft in der Krise – Betriebsrat im Fokus!

Entlassungswellen, Auftragsrückgänge, Standortverlagerungen – die wirtschaftliche Unsicherheit wächst. Während einige von einer schweren Krise sprechen, reden andere beschönigend von einer Flaute. Fakt ist: Die deutsche Wirtschaft stagniert. 2024 schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 ...
Mehr erfahren
Ein Wirtschaftsausschuss in einem Unternehmen, das Wohnheime für die Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten, Aussiedlern und Obdachlosen betreut? Ja, entschied das Landesarbeitsgericht Niedersachsen. Denn dort greift – anders als in karitativen Unternehmen – kein Tendenzschutz.