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Liquiditätsgrad 2

Liquiditätsgrad 2

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Redaktion
Stand:  7.9.2023
Lesezeit:  01:30 min

Kurz erklärt

Der Liquiditätsgrad 2, auch Liquidität 2. Grades bezeichnet, ist eine Finanzkennzahl, die die Fähigkeit eines Unternehmens misst, kurzfristige Verbindlichkeiten mit liquiden Mitteln und kurzfristigen Forderungen zu decken. Diese Kennzahl berücksichtigt nur die schnell verfügbaren, hochliquiden Vermögenswerte wie Kassenbestände, Bankguthaben und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, jedoch keine Bestände oder Vorräte. Sie sollte zwischen 100% und 120% betragen. Liegt sie unter 100%, könnte dies ein Hinweis auf einen zu hohen Lagerbestand, aufgrund mangelnden Absatzes, sein.

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Begriff

Der Liquiditätsgrad 2 gibt an, inwieweit ein Unternehmen in der Lage ist, seine kurzfristigen Verbindlichkeiten zu begleichen.

Formel:

Liquiditätsgrad 2 (%)=

(Liquide Mittel + kurzfristige Forderungen) x 100


kurzfristige Verbindlichkeiten

Erläuterung

Im Jahresabschluss gelten als kurzfristige Verbindlichkeiten jene mit einer Laufzeit von kleiner / gleich einem Jahr (Anhangsangabe). Sie sind im abgelaufenen Geschäftsjahr entstanden und werden binnen der kommenden 12 Monate zur Zahlung fällig. Die Kennzahl prüft, inwieweit das Unternehmen in der Lage ist, diese Auszahlungen mit den vorhandenen liquiden Mitteln (Kasse, Bank) und den kurzfristigen Forderungen, die im gleichen Zeitraum zu Einzahlungen führen werden, zu decken. Alle Ergebnisse, die grösser/gleich 100% sind, gelten als gut. Reichen die bestehenden Mittel nicht aus, muss das Unternehmen nach alternativen Einzahlungsquellen suchen. Im Extremfall handelt es sich hier um ein Vorzeichen drohender Zahlungsunfähigkeit.

Tipp für den Wirtschaftsausschuss

Der Liquiditäsgrad 2 ist eine statische Kennzahl zur Beurteilung der Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens. Sie unterstellt, dass die Bestände an Liquiden Mitteln am Stichtag des Jahresabschlusses representativ für das ganze Jahr sind. Hat das Unternehmen kurz vor dem Stichtag jedoch ein auslaufendes Darlehen abgelöst oder ein große Investition getätigt, sind die liquiden Mittel am Stichtag ungewöhnlich gering. Zur Beurteilung der Zahlungsfähigkeit sollte deshalb immer auch die Kennzahlen Cash Flow und die Schuldentilgungsdauer mit einbezogen werden.

Achtung: Viele Unternehmen passen diese Kennzahl auf ihre speziellen Bedürfnisse an. Der Wirtschaftsausschuss sollte sich daher immer den Aufbau der Kennzahl im eigenen Unternehmen erläutern lassen.

Rechtsquelle

Der Liquiditätsgrad 2 ist eine Kennzahl und damit ein Werkzeug zur Bilanzanalyse. Der Aufbau der Kennzahl ist in keinem Gesetz beschrieben.

Seminare zum Thema:
Liquiditätsgrad 2
Wirtschaftsausschuss Teil II
Krisenbewältigung im Wirtschaftsausschuss
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