Lexikon
McKinsey-Matrix

McKinsey-Matrix

Wolfram Lutz
Stand:  7.9.2023
Lesezeit:  01:45 min

Kurz erklärt

Die McKinsey-Matrix, auch als GE/McKinsey-Matrix bekannt, ist ein Management-Tool zur Bewertung und Priorisierung von Geschäftseinheiten eines Unternehmens. Sie basiert auf zwei Hauptkriterien - dem Wettbewerbsstärke-Faktor und dem Marktwachstumsfaktor. Die Matrix teilt die Geschäftseinheiten in verschiedene Kategorien ein, um strategische Entscheidungen zu unterstützen, wie Investitionen, Ressourcenallokation und Portfolio-Management.

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Begriff

Die McKinsey-Matrix dient zur Analyse des Produkt- bzw. Leistungsportfolios eines Unternehmens und wurde vom Beratungsunternehmen McKinsey entwickelt bzw. aus der „Vier-Felder-Matrix“ der Boston-Consulting-Group (BCG) weiterentwickelt.

Andere Bezeichnungen für diese Matrix sind „Neun-Felder-Matrix“ oder auch „Marktattraktivitäts-Wettbewerbsstärken-Portfolio“.

Erläuterung

Die McKinsey-Matrix kennt zwei Dimensionen: Die Marktattraktivität und die Wettbewerbsstärke. Diese werden jeweils in drei Bereich unterteilt (gering, mittel und hoch), so dass in der Kombination daraus neun Felder entstehen.

Die Matrix wird eingesetzt, um für die verschiedenen Geschäftsbereiche des Unternehmens zu einer Einschätzung von Marktattraktivität und Wettbewerbsstärke zu gelangen.  Dazu werden folgende Kriterien zu den beiden Dimensionen geprüft:

Marktattraktivität

  • Das Marktentwicklung: Größe und Wachstum
  • Die Marktqualität (z. B. Rentabilität, Anzahl und Stärke der Wettbewerber)
  • Die Versorgung mit Personal, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen
  • Die Umweltsituation: Öffentlichkeit, Gesetzgebung uns allgemeine Konjunktur
  • Bestehende Markteintrittsbarrieren

Dabei gilt: je höher die Marktattraktivität, umso mehr Chancen bieten sich einem Unternehmen, je geringer sie ist, desto schwieriger ist das Marktumfeld.

Wettbewerbsstärke

  • Der relative Marktanteil, Finanzkraft des eigenen Unternehmens
  • Relatives Produktionspotenzials (Kapazitäten)
  • Relatives F&E-Potenzial (eigene Innovationskraft)
  • Relative Qualifikation (Führungskräfte und Mitarbeiter)
  • Relative Finanzkraft

Dabei gilt: je höher die Wettbewerbsstärke, umso rentabler kann ein Unternehmen Produkte und Dienstleistungen erbringen, je geringer sie ist, desto geringer ist die Rentabilität.

Anhand der McKinsey-Matrix lassen sich Geschäftsbereiche identifizieren, die gute Aussichten haben und solche, die es voraussichtlich schwer haben werden.

Geschäftsbereiche mit schlechten Aussichten (geringe oder zurückgehende Rentabilität) sind anfällig für harte Maßnahmen der Geschäftsleitung.

Tipp für den Wirtschaftsausschuss

Fragen für die Wirtschaftsausschusssitzung:

  • Wird für unsere Geschäftsbereiche eine Portfolioanalyse durchgeführt und wenn ja, mit welchen Ergebnissen?
  • In Bezug auf Geschäftsbereiche mit geringer Marktattraktivität und geringer Wettbewerbsstärke: Welche Maßnahmen sind für die gefährdeten Geschäftsbereiche geplant? Und mit welchen Konsequenzen für die Mitarbeiter?
Seminare zum Thema:
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Krisenbewältigung im Wirtschaftsausschuss
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