Liebe Nutzer,

für ein optimales und schnelleres Benutzererlebnis wird als Alternative zum von Ihnen verwendeten Internet Explorer der Browser Microsoft Edge empfohlen. Microsoft stellt den Support für den Internet Explorer aus Sicherheitsgründen zum 15. Juni 2022 ein. Für weitere Informationen können Sie sich auf der Seite von -> Microsoft informieren.

Liebe Grüße,
Ihr ifb-Team

Lexikon
Personalaufwandsquote

Personalaufwandsquote

ifb-Logo
Redaktion
Stand:  23.8.2023
Lesezeit:  01:30 min

Kurz erklärt

Die Personalaufwandsquote ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die das Verhältnis der Personalkosten eines Unternehmens zu dessen Gesamterträgen oder Umsätzen darstellt. Sie dient dazu, den Anteil der Personalkosten am Gesamtaufwand des Unternehmens zu messen und gibt Einblick in die Effizienz der Personalressourcennutzung. Eine hohe Personalaufwandsquote kann auf eine intensive Arbeitskraftnutzung hinweisen, während eine niedrige Quote eventuell auf Automatisierung oder Outsourcing hinweisen könnte.

Kostenlose ifb-Newsletter

Abonnieren Sie unsere Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unseren Newslettern für Betriebsräte, SBV und JAV.
Jetzt abonnieren

Begriff

Der Personalaufwands-Quote gibt an, wie viel Prozent der Umsatzerlöse für Personalauf-wendungen aufgebracht werden müssen.

Formel:

 Personalaufwand x 100

Personalaufwands-Quote (%) =


         Umsatzerlöse

Erläuterung

Eine Personalaufwands-Quote von 30% bedeutet, das von 100 € Umsatzerlösen 30 € für Personalaufwendungen bei der Gewinnermittlung des Unternehmens abgezogen werden müssen. Dabei setzen sich die Personalaufwendungen nur aus Löhnen und Gehältern, sowie dem Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung und eventuellen, freiwilligen sozialen Leistungen zusammen. Je höher die Personalaufwands-Quote, desto bestimmender sind die Personalaufwendungen für die gesamte Gewinn- oder Verlustsituation eines Unternehmens.

Tipp für den Wirtschaftsausschuss

Sobald von Kostensenkungsprogrammen die Rede ist, stehen auch die Personalaufwendungen im Fokus. Je höher die Personalaufwands-Quote, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Programme hier ansetzen. Verlagerungen in Niedriglohn-Länder bzw. Outsourcing sind meist die Folge.

Merke: Sollte die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkosten-Verfahren gegliedert sein, ist der Personalaufwand eine Pflichtangabe im Anhang.

Achtung: Viele Unternehmen passen diese Kennzahl auf ihre speziellen Bedürfnisse an. Der Wirtschaftsausschuss sollte sich daher immer den Aufbau der Kennzahl im eigenen Unternehmen erläutern lassen.

Rechtsquelle

Die Personalaufwandsquote (Synonym Personalkostenanteil) ist eine Kennzahl und damit ein Werkzeug zur Jahresabschluss-Analyse. Der Aufbau der Kennzahl ist in keinem Gesetz beschrieben.

Seminare zum Thema:
Personalaufwandsquote
Outsourcing, Ausgliederung, Offshoring
Internationale Rechnungslegung für den Wirtschaftsausschuss
Wirtschaftsausschuss Teil III
Diese Lexikonbegriffe könnten Sie auch interessieren
Aktuelle Videos zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaftsausschuss gründen

Welche Maßnahmen sind aus betriebswirtschaftlichen Gründen nötig und welche nicht? Meist sieht die Geschäftsleitung das völlig anders als die Belegschaft. Ohne Wirtschaftsausschuss haben Betriebsrat und Arbeitnehmer hier schlechte Karten. Dabei ist es ganz einfach, einen Wirtschaftsau ...
Mehr erfahren

Wenn Arbeitnehmerdaten auf Reisen gehen: Was Sie als Betriebsrat wissen müssen

Die Zahl der Unternehmen, die Arbeitnehmerdaten ins Ausland übertragen, nimmt zu. Für Betriebsräte ergeben sich dadurch neue Probleme, die vielen von ihnen noch nicht einmal bekannt sind. Oder wussten Sie, dass ein Betriebsrat diesen Daten sozusagen virtuell "nachreisen" sollte?
Mehr erfahren
48.500 Euro Entschädigung: Diese Summe wurde einem Schiedsrichter wegen Altersdiskriminierung zugesprochen, weil er aufgrund des Erreichens der Altersgrenze von 47 Jahren nicht mehr in die Schiedsrichterliste des Deutschen Fußballbundes (DFB) aufgenommen worden war. Für den Entschädigungsanspruch sei ausreichend, dass das Alter mitursächlich für die Beendigung der Schiedsrichterlaufbahn war, so das Landgericht Frankfurt am Main.