Liebe Nutzer,

für ein optimales und schnelleres Benutzererlebnis wird als Alternative zum von Ihnen verwendeten Internet Explorer der Browser Microsoft Edge empfohlen. Microsoft stellt den Support für den Internet Explorer aus Sicherheitsgründen zum 15. Juni 2022 ein. Für weitere Informationen können Sie sich auf der Seite von -> Microsoft informieren.

Liebe Grüße,
Ihr ifb-Team

Lexikon
Geschäftsführer (GmbH)

Geschäftsführer (GmbH)

ifb-Logo
Redaktion
Stand:  14.8.2023
Lesezeit:  01:00 min

Kurz erklärt

Der Geschäftsführer einer GmbH ist die leitende Person, die die operative Führung und Leitung des Unternehmens übernimmt. Er vertritt die GmbH nach außen, führt die Geschäfte im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung und trägt die Verantwortung für die strategische Planung, Entscheidungsfindung und Umsetzung von Geschäftsaktivitäten. Die Bestellung, Aufgaben und Pflichten des Geschäftsführers sind in den einschlägigen gesetzlichen Regelungen und der Gesellschaftssatzung festgelegt.

Kostenlose ifb-Newsletter

Abonnieren Sie unsere Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unseren Newslettern für Betriebsräte, SBV und JAV.
Jetzt abonnieren

Begriff

Gesetzlicher Vertreter eines Unternehmen mit der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).

Erläuterung

Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) muss einen oder mehrere Geschäftsführer haben. Geschäftsführer kann nur eine natürliche, unbeschränkt geschäftsfähige Person sein. Geschäftsführer kann nicht sein, wer aufgrund eines gerichtlichen Urteils oder einer vollziehbaren Entscheidung einer Verwaltungsbehörde einen Beruf, einen Berufszweig, ein Gewerbe oder einen Gewerbezweig nicht ausüben darf oder wegen einer Konkursstraftat zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt worden ist. Dieser Ausschluss gilt für die Dauer von fünf Jahren ab Rechtskraft des Urteils. Zu Geschäftsführern können Gesellschafter oder andere Personen bestellt werden. Die Bestellung erfolgt entweder im Gesellschaftsvertrag oder durch Beschluss der Gesellschafterversammlung (§ 6 Abs. 1 bis 3 GmbHG).

Die GmbH wird durch den Geschäftsführer gerichtlich und außergerichtlich vertreten. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, sind sie alle nur gemeinschaftlich zur Vertretung der Gesellschaft befugt, es sei denn, dass der Gesellschaftsvertrag etwas anderes bestimmt (§ 35 Abs. 1 u. 2 GmbHG).

Beschreibung

Da der Geschäftsführer einer GmbH Mitglied des Organs zur gesetzlichen Vertretung der juristischen Person GmbH ist, gilt er nicht als Arbeitnehmer im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes (§ 5 Abs. 2 Nr. 1). In seiner Eigenschaft als Arbeitgeber ist er Vertragspartner der Arbeitnehmer in ihren Arbeitsverhältnissen sowie Betriebspartner und Verhandlungspartei des Betriebsrats im Rahmen der beiderseitigen betriebsverfassungsrechtlichen Aufgaben.

Rechtsquelle

§§ 6 u. 35 GmbHG

Seminare zum Thema:
Geschäftsführer (GmbH)
Banken und Versicherungen
Internationale Rechnungslegung für den Wirtschaftsausschuss
Outsourcing, Ausgliederung, Offshoring
Diese Lexikonbegriffe könnten Sie auch interessieren
Aktuelle Videos zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren

Inflation – die neue Angst vor der Geldentwertung

Der finanzielle Druck steigt: Die Auswirkungen der Inflation zeigen sich von Tag zu Tag an der Supermarktkasse oder an der Zapfsäule. 7,5 % beträgt derzeit die Inflationsrate in der Euro-Zone. Was ist der Grund hierfür, warum wird alles teurer? Wir werfen einen Blick auf das Thema Infla ...
Mehr erfahren

VUCA und BANI – ein neuer Partytanz oder doch Managermethode?

Unsere Arbeitswelt ändert sich gerade radikal. Die Digitalisierung hat durch die KI-Debatte den Turbo-Gang eingelegt. Im Management kursieren viele Begriffe und Methoden, um den wachsenden Herausforderungen gerecht zu werden. Begriffe wie VUCA und BANI geistern durch die Chefetagen. Aber ...
Mehr erfahren
48.500 Euro Entschädigung: Diese Summe wurde einem Schiedsrichter wegen Altersdiskriminierung zugesprochen, weil er aufgrund des Erreichens der Altersgrenze von 47 Jahren nicht mehr in die Schiedsrichterliste des Deutschen Fußballbundes (DFB) aufgenommen worden war. Für den Entschädigungsanspruch sei ausreichend, dass das Alter mitursächlich für die Beendigung der Schiedsrichterlaufbahn war, so das Landgericht Frankfurt am Main.