Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
Kurz erklärt
Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) bezieht sich auf eine systematische Herangehensweise, bei der Organisationen fortlaufend ihre Prozesse, Produkte oder Dienstleistungen analysieren, evaluieren und optimieren, um Effizienz, Qualität und Leistung kontinuierlich zu steigern. Der KVP basiert auf der Idee, dass kleine, schrittweise Verbesserungen im Laufe der Zeit zu signifikanten Fortschritten führen können, und fördert eine Kultur der ständigen Weiterentwicklung und Innovation in Unternehmen.
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Begriff
Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) ist eine Arbeitsphilosophie, die -über die Verbesserungen vieler kleiner Schritte- eine deutlich stärkere Wettbewerbsposition des Unternehmens erreichen will.
Kontinuierlicher Verbesserungsprozess, zusammen mit dem betrieblichen Vorschlagswesen, ist damit Teil des Qualitätsmanagements eines Unternehmens.
Die Verbesserungsvorschläge im KVP-Prozess werden durch KVP-Teams erarbeitet. Es handelt sich in der Regel um ein partizipatives Verfahren, bei dem die Mitarbeiter stark eingebunden sind.
Erläuterung
Im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses werden Qualitätsverbesserungen in allen Bereichen eines Unternehmens angestrebt - sowohl bei den Produkten, den Prozessen und den Serviceleistungen eines Unternehmens. Dabei stehen der Kunde und die Erfüllung von dessen Bedürfnissen im Zentrum der Verbesserungen.
KVP ist seit den 1990er Jahren in vielen Unternehmen Teil des Qualitätsmanagements und hat die Qualitätszirkel, die in den 1980er Jahren verbreitet waren, abgelöst.
Umgesetzt wird es durch Mitarbeiterteams, die entweder auf der gleichen Hierarchieebene stehen oder die hierarchieübergreifend organisiert sind.
Typisches Vorgehen in den 4 Schritten (nach der amerikanischen Abkürzung) „PDCA“:
- P - Plan: Nach dem Erkennen von Verbesserungepotentialen werden Lösungsmöglichkeiten erarbeitet
- D – Do: Die Lösungsmöglichkeiten werden erprobt und wenn möglich über ein Versuch-und-Irrtum-Verfahren getestet
- C – Check: Die in Testläufen gewonnenen Erfahrungen werden ausgewertet und die Lösungen optimiert
- A – Act: Die Verbesserungen werden als neuer Standard eingeführt und lösen die bisherigen Prozesse und Verfahren ab.
Wird eine Qualitätsnorm und die zugehörige Zertifizierung angestrebt, z. B. nach EN ISO 9001, dann ist eine der Bedingungen für die Zertifizierung, dass Maßnahmen festgelegt wurden, um die nachhaltige und systematische Arbeit an der Qualitätsverbesserung zu gewährleisten.
KVP umfasst in diesem Falle sowohl das Management selbst, als auch alle Funktionsbereiche wie z. B. Forschung & Entwicklung, Einkauf, Produktion, Vertrieb, Marketing, Administration.
Tipp für den Wirtschaftsausschuss
Fragen für die Sitzung des Wirtschaftsausschusses:
- Wie ist bei uns die Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung genau organisiert?
- Bei bereits eingeführtem kontinuierlichem Verbesserungsprozess,: Wo erkennen Sie Schwachstellen? Wo sehen Sie Verbesserungsmöglichkeiten?
Bei noch nicht existierendem KVP: Unter welchen Bedingungen halten Sie die Einführung von KVP für sinnvoll? Was hält Sie derzeit noch von einer Einführung des KVP ab?
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