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Vorratsintensität

Vorratsintensität

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Redaktion
Stand:  21.8.2023
Lesezeit:  01:30 min

Kurz erklärt

Die Vorratsintensität ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die das Verhältnis der Vorräte eines Unternehmens zum Umsatz oder zur Produktion misst. Sie zeigt an, wie stark ein Unternehmen von Vorräten abhängig ist, um seine Produktions- oder Verkaufsaktivitäten aufrechtzuerhalten. Eine höhere Vorratsintensität kann auf ineffiziente Lagerhaltung oder eine geringe Umschlagshäufigkeit hinweisen, während eine niedrigere Intensität auf eine effiziente Vorratsverwaltung und eine straffe Produktion hindeutet.

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Begriff

Die Kennzahl Vorratsintensität gibt an, wie viel Prozent des Gesamtvermögens zum Stichtag im Vorratsvermögen gebunden sind!

Formel:

Vorratsintensität (%)=
Vorräte  x 100

Gesamtvermögen

              

Erläuterung

Die Bilanzposition Vorräte beinhaltet Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe, fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Waren. Das Gesamtvermögen entspricht der aktiven Bilanzsumme. Je höher die Vorratsintensität, desto mehr Liquidität ist in den Vorräten gebunden. Gleichzeitig stehen hohe Vorratsbestände oft in Zusammenhang mit hohen Lagerkosten und dem Risiko der mangelnden Verwertbarkeit der Vorräte. Die Vorratsintensität verbessert sich, wenn ein Unternehmen!

  • seine Bestellzyklen auf die optimale Bestellmenge verkürzt und den Bestand auf ein Sicherheitsminimum reduziert.
  • sein Lagerhaltungssystem auf Just in Time umstellt und praktisch keine eigenen Vorräte mehr hält.
  • die Erzeugnisse und Waren schneller am Markt verkauften können.

Tipp für den Wirtschaftsausschuss

Über alle Branchen hinweg ist die Vorratsintensität für produzierende Unternehmen sehr unterschiedlich. Daher lohnt sich immer der Vergleich mit einem vergleichbaren Konkurrenzunternehmen. Außerdem gilt es, betriebliche Besonderheiten zu beachten. Viele Unternehmen legen sich gewollt hohe Rohstoffbestände an, weil lange Lieferzeiten vorliegen oder mit steigenden Preisen zu rechnen ist. Bei langfristigen Projekten steigt die Vorratsposition an, bis aus den unterfertigen Erzeugnissen fertige Erzeugnisse werden, die dann erst an den Kunden geliefert werden können. Im Saisongeschäft sind die Bestände an Waren oft sehr unterschiedlich über die Monate verteilt und der Bestand am Stichtag ist nicht repräsentativ für den durchschnittlichen Jahreswert. Letztlich steigt der Wert der Vorräte bei gleicher Menge, wenn sich die Einkaufspreise für das Unternehmen erhöht haben. Die Kennzahl muss vom Wirtschaftsausschuss also vor dem Hintergrund des eigenen Geschäftsmodells und seiner Besonderheiten im Zeitablauf interpretiert werden.

Achtung: Viele Unternehmen passen diese Kennzahl auf ihre speziellen Bedürfnisse an. Der Wirtschaftsausschuss sollte sich daher immer den Aufbau der Kennzahl im eigenen Unternehmen erläutern lassen.

Rechtsquelle

Die Vorratsintensität ist eine Kennzahl und damit ein Werkzeug zur Bilanzanalyse. Der Aufbau der Kennzahl ist in keinem Gesetz beschrieben.

Seminare zum Thema:
Vorratsintensität
Wirtschaftsausschuss Teil III
Gut organisiert im Wirtschaftsausschuss
Wirtschaftsausschuss kompakt Teil II
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