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Revolutioniert ChatGPT die Arbeit von Betriebsräten?

Darum ist die Künstliche Intelligenz in aller Munde

Rasend schnell macht eine Künstliche Intelligenz die Runde: ChatGPT kann komplizierte Fragen beantworten und selbstständig Texte schreiben – auf Wunsch sogar mit einer Prise Humor. Eine Revolution für Betriebsrat und Arbeitswelt? Wir schauen uns an, warum dieser ChatBot in aller Munde ist – und ob er nach dem Raketenstart das Potenzial hat, die Arbeit von Betriebsräten, SBVlern und Arbeitnehmern dauerhaft zu verändern.

Stand:  7.2.2023
Lesezeit:  03:15 min
Revolutioniert ChatGPT die Arbeit von Betriebsräten? | © AdobeStock | panuwat

Zugegeben – ich konnte es erst selbst nicht glauben, wie schnell „ChatGPT“ nicht nur konkrete Fragen beantwortet, sondern auch ganze Texte liefern kann.

Aber der Reihe nach: Wie funktioniert der Einsatz von ChatGPT und wie nutzt es Ihnen als Interessenvertreter? Wir beantworten aktuelle Fragen aus der Betriebsratspraxis!

1. Was ist ChatGPT – und wie kommt man da ran?

ChatGPT ist eine Abkürzung für „Chat Generative Pretrained Transformer". Das Tool scheint die Antwort auf jede Frage zu kennen und schreibt Reden oder Artikel für jeden Anlass. Und nicht nur das: Offenbar kann man sich mit dieser KI (Künstlichen Intelligenz) auch unterhalten!

Es ist eine ganz neue Generation an ChatBot, die derzeit die Medien im Sturm erobert.

Die Benutzung ist ganz einfach: Man stellt seine Frage oder den Wunsch nach einem Text in ein Textfeld ein – je präziser, desto besser.

Noch ist die Nutzung von Chat GPT kostenlos. Hier gehts zum Login: https://chat.openai.com. Wählen Sie „Sign up“, wenn Sie noch keinen Account habt oder „Log in“, wenn Sie bereits einen Account besitzen. Mit E-Mailadresse und Passwort kann man sich einloggen. Achtung, bitte beachten Sie die PC-Regeln und Datenschutzeinstellungen Ihres Unternehmens – im Zweifel bei der IT nachfragen!

Wir stehen hier erst am Beginn einer ganz neuen Entwicklung. Und das ist eine große Chance.

2. Eine Revolution für die Arbeitswelt?

Ich habe ChatGPT gebeten, einen Satz darüber zu schreiben, wie diese KI die Arbeitswelt verändern wird. Dies ist die Antwort:

Als künstliche Intelligenz mit einer enormen Sprachverarbeitungskapazität bietet es Unternehmen die Möglichkeit, Zeit und Ressourcen zu sparen, indem es Routinearbeiten automatisiert und Mitarbeiter von monotonen Aufgaben entlastet.“

Entlastung? Das klingt erstmal sehr gut! Allerdings, das muss man bei aller Begeisterung rund um das Thema sagen, stehen wir hier erst am Beginn einer ganz neuen Entwicklung. Und das ist eine große Chance: Es ist ein Teil der digitalen Revolution, den man hautnah erleben und begleiten kann. Und muss! Denn am Thema KI kommt langfristig niemand vorbei.

3. Wie nutzt ChatGPT betrieblichen Interessenvertretern?

Der Riesenvorteil für den Alltag: ChatGPT gibt rasend schnell Antworten auf nahezu alle Fragen. Hier kommt das große „aber“: Je komplexer ein Thema ist, desto höher wird die Fehlerquote der Antwort sein. Denn der ChatBot greift blitzschnell auf alle ihm verfügbaren Daten zu. Verfügbar heißt in diesem Fall: Alle Daten sind auf das Jahr 2021 beschränkt – zu diesem Zeitpunkt wurde der Bot „gefüttert“. Neuere Daten hat ChatGPT nicht! Und dass es im Internet generell unzählige Fehlinformationen gibt, das ist ja klar.

Auch bei einem Text kann ChatGPT eine Unterstützung sein – und richtig Spaß machen.

Ein anderer Aspekt ist, dass gerade juristische Fragen oft nicht mit „ja oder nein“ beantwortet werden können. Das sollten Sie bei der Nutzung unbedingt beachten. Verlassen Sie sich nicht auf die Antwort, auch wenn sie gut klingt! Auf der andere Seite kann ChatGPT umgehend Denkanstöße liefern, (vielleicht) passende Paragrafen rauskramen oder auf die Schwierigkeiten einer Frage hinweisen. Das nutzt sehr!

Auch bei einem Text kann ChatGPT eine Unterstützung sein – und richtig Spaß machen. Hierzu ein Beispiel: Ich habe das Programm nach einem Gedicht darüber gefragt, wie wichtig Betriebsräte sind. Das ist ein Auszug aus der Antwort, die innerhalb von drei Sekunden kam:

Sie sind die Stimme der Angestellten,
Sie vertreten deren Interessen wahrhaftig.
Ohne sie wäre vieles anders,
Arbeitsbedingungen wären oft in Gefahr.

Da hat die KI eindeutig recht, oder?

4. Gekommen, um zu bleiben

Klar ist, dieser Trend wird nicht „vorübergehen“. Wir stehen am Anfang einer neuen Entwicklung, die – klug genutzt – für viele Bereiche Vorteile bringen kann, aber auch Risiken birgt. All dem werden wir in kürze weiter und intensiver nachgehen. (cbo)

Videotipp zum Thema:

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Nutzen Sie ChatGPT schon im Unternehmen? Was ist Ihre Hoffnung als betrieblicher Interessenvertreter dabei – wo sehen Sie Gefahren? Welchen Fragen müssen wir uns frühzeitig stellen?

Schreiben Sie uns an: newsletter-redaktion@ifb.de

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