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Streit um Betriebsrat geht in eine neue Runde

Meyer Werft:

Seit Monaten ist der Betriebsrat der Meyer-Werft wegen der Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden in den Schlagzeilen. Nun gibt es Unterschriften der Belegschaft.

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Redaktion

Stand:  6.6.2016
Lesezeit:  02:30 min
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Streit um Betriebsrat: Meyer Werft | © Meyer Werft

© Meyer Werft

Vom Glanz der großen Kreuzfahrtschiffe ist beim Betriebsrat der Meyer Werft in Papenburg zurzeit nichts zu spüren. Los brach der Streit im Herbst letzten Jahres. Der Arbeitgeber sprach dem Betriebsratsvorsitzenden Ibrahim Ergin die fristlose Kündigung aus. Angeblich hatte Ergin Auszubildende zum Eintritt in die IG Metall genötigt.

Der Betriebsratsvorsitzende bestritt die Vorwürfe und obsiegte in erster Instanz vor dem Arbeitsgericht Lingen, allerdings aus formalen Gründen.

Kündigung des BR-Vorsitzenden

Doch Ruhe kehrt trotzdem nicht ein, ganz im Gegenteil. Die Meyer Werft plant nun ein sogenanntes Zustimmungsersetzungsverfahren, um die Kündigung Ergins durchzusetzen. Parallel dazu laufen Ermittlungen wegen Nötigung: Ein Gutachten, das der Arbeitgeber eingeholt hat, kommt laut Meyer Werft zu dem Ergebnis, dass sich Ergin strafbar gemacht haben soll.

Rücktritt des Stellvertreters

Der stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats, Günter Geerdes, sah wegen des Streits die Handlungsfähigkeit des 25-köpfigen Gremius gefährdet und erklärte Ende Mai seinen Rücktritt. Weitere Betriebsratsmitglieder folgten seinem Beispiel und legten ihr Mandat nieder.

Mit angeblich 1.200 Unterschriften fordert nun eine Initiative der Belegschaft den ganzen Betriebsrat zum Rücktritt auf. Dieser zog die Zahl der Unterschiften in Zweifel: Die Namen auf der Liste sei um ein Drittel geringer als behauptet.

Noch vor den Sommerferien soll es nach Angaben des Betriebsrats nun eine Betriebsversammlung geben.

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