Liebe Nutzer,

für ein optimales und schnelleres Benutzererlebnis wird als Alternative zum von Ihnen verwendeten Internet Explorer der Browser Microsoft Edge empfohlen. Microsoft stellt den Support für den Internet Explorer aus Sicherheitsgründen zum 15. Juni 2022 ein. Für weitere Informationen können Sie sich auf der Seite von -> Microsoft informieren.

Liebe Grüße,
Ihr ifb-Team

Lexikon
Franchising

Franchising

ifb-Logo
Redaktion
Stand:  23.8.2023
Lesezeit:  01:45 min

Kurz erklärt

Franchising ist ein Geschäftsmodell, bei dem eine etablierte Firma (Franchisegeber) anderen unabhängigen Unternehmern (Franchisenehmer) das Recht gewährt, ihre Marke, Geschäftsprozesse und -systeme gegen eine Lizenzgebühr zu nutzen. Dies ermöglicht den Franchisenehmern, ein bewährtes Geschäftskonzept umzusetzen, während der Franchisegeber seine Marke und Reichweite ausweitet.

Kostenlose ifb-Newsletter

Abonnieren Sie unsere Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unseren Newslettern für Betriebsräte, SBV und JAV.
Jetzt abonnieren

Begriff

Auf Partnerschaft basierendes Absatzsystem mit dem Ziel der Verkaufsförderung, bei dem der Franchise-Geber das unternehmerische Gesamtkonzept erstellt, das von seinen Geschäftspartnern, den Franchisenehmern, selbstständig an ihrem Standort umgesetzt wird (Deutscher Franchise-Verband e.V.).

Erläuterung

Das Franchiseverhältnis ist ein Dauerschuldverhältnis (Verpflichtung zu wiederkehrenden Leistungen), das durch einen Franchisevertrag begründet wird. Inhalt des Franchisevertrags ist die Gebrauchsüberlassung eines Geschäftssystems. Der Franchisenehmer verkauft seine Erzeugnisse oder seine Dienstleistungen rechtlich selbstständig, zahlt dafür Gebühren für die Verwendung einheitlicher Ausstattung, für einen einheitlichen Namen und Auftreten nach außen oder zur Nutzung einer Marke und für ein einheitliches Vertriebssystem. Der Franchisegeber bildet den Franchisenehmer aus, er überprüft die Umsetzung des Konzeptes und darf Anweisungen erteilen. Beispiele für Franchise-Unternehmen sind die Fastfood-Kette "McDonalds", die Warenlieferanten "Eismann" und die Baumarktkette "OBI".

Beschreibung

Der Franchisenehmer ist in der Regel selbständiger Unternehmer. Ist er allerdings stark weisungsgebunden und soweit vom Franchisegeber abhängig, dass er weder personelle noch finanzielle, noch den Vertrieb treffende Entscheidungen selbständig treffen darf (Subordinations-Franchising), ist er Arbeitnehmer (§ 5 Abs. 1 BetrVG) oder arbeitnehmerähnliche Person sein (§ 5 Abs. 1 S. 2 ArbGG) und wie diese schutzbedürftig. Das gilt insbesondere dann, wenn er die Vertragspflichten persönlich, also ohne Mitarbeiter erfüllt. Für die Beurteilung des Status kommt es nicht auf den im Franchisevertrag vereinbarten Inhalt an, sondern auf den tatsächlichen Geschäftsinhalt (BAG v. 16.7.1997 – 5 AZB 29/96). Tritt der Franchisenehmer als juristische Person auf (z. B. GmbH), ist sie Arbeitgeber eines Betriebs, der unter den Voraussetzungen des § 1 Abs. 1 BetrVG (fünf wahlberechtigte Arbeitnehmer, von denen drei wählbar sind) betriebsratsfähig ist.

Rechtsquelle

Keine maßgeblichen Rechtsquellen

Seminare zum Thema:
Franchising
Banken und Versicherungen
Ausländische Mutter — deutsche Tochter: Mitbestimmung trotz Globalisierung
Internationale Rechnungslegung für den Wirtschaftsausschuss
Diese Lexikonbegriffe könnten Sie auch interessieren
Aktuelle Videos zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren

Unhaltbare Zustände in der Gastronomie

Dass die Fast-Food-Branche als Arbeitgeber nicht das höchste Ansehen genießt, dürfte an dieser Stelle ein Allgemeinplatz sein. Doch ist der schlechte Ruf immer noch begründet?
Mehr erfahren

Krise!? Betriebsräte, schnell raus aus der Komfortzone!

Die Wirtschaft befindet sich derzeit in einer Abwärtsspirale, da sind sich die Experten weitgehend einig. Egal ob sich das schon in Ihrer Branche auswirkt oder noch nicht – steht das Wort „Krise" im Raum, dürfen Sie als Interessenvertreter auf keinen Fall in Schockstarre verfallen un ...
Mehr erfahren
48.500 Euro Entschädigung: Diese Summe wurde einem Schiedsrichter wegen Altersdiskriminierung zugesprochen, weil er aufgrund des Erreichens der Altersgrenze von 47 Jahren nicht mehr in die Schiedsrichterliste des Deutschen Fußballbundes (DFB) aufgenommen worden war. Für den Entschädigungsanspruch sei ausreichend, dass das Alter mitursächlich für die Beendigung der Schiedsrichterlaufbahn war, so das Landgericht Frankfurt am Main.