Liebe Nutzer,

für ein optimales und schnelleres Benutzererlebnis wird als Alternative zum von Ihnen verwendeten Internet Explorer der Browser Microsoft Edge empfohlen. Microsoft stellt den Support für den Internet Explorer aus Sicherheitsgründen zum 15. Juni 2022 ein. Für weitere Informationen können Sie sich auf der Seite von -> Microsoft informieren.

Liebe Grüße,
Ihr ifb-Team

Lexikon
Schwerbehindertenausweis

Schwerbehindertenausweis

ifb-Logo
Redaktion

Kostenlose ifb-Newsletter

Abonnieren Sie unsere Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unseren Newslettern für Betriebsräte, SBV und JAV.
Jetzt abonnieren

 

Über die Feststellungen zur Behinderung, zum Grad der Behinderung (GdB) und zu den Merkzeichen ist bei Vorliegen von Schwerbehinderung auf Antrag vom Versorgungsamt ein Ausweis auszustellen. Voraussetzung ist also ein GdB ab 50, eine Gleichstellung reicht nicht.

Die Einzelheiten zum Ausweis sind in der Schwerbehindertenausweisverordnung (SchwbAwV) geregelt.

Mit dem Ausweis lassen sich die Feststellungen gegenüber Dritten nachweisen, z. B. Arbeitgeber, Finanzämter, Verkehrsunternehmen, Behörden und Sozialversicherungsträger.

Der Ausweis soll befristet werden, § 152 Abs. 5 Satz 3 SGB IX. rechtzeitig vor Ablauf der Gültigkeitsdauer sollte die Verlängerung beantragt werden. Die Verlängerung kann durch das Versorgungsamt oder durch die Gemeindeverwaltung erfolgen. Die Ausstellung des Ausweises ist kostenfrei, § 64 SGB X.

Seit dem 01. Januar 2015 wird der frühere relativ große Schwerbehindertenausweis aus Papier nur noch in Form einer Plastikkarte im Bankkartenformat ausgestellt. Er ist damit handlicher und benutzerfreundlicher geworden. 

Die bisherigen Schwerbehindertenausweise in Papierform behalten bis zum zeitlichen Ablauf ihre Gültigkeit. Sie müssen nicht zwingend vorher neu ausgestellt werden. Alle mit dem Grad der Behinderung zusammenhängenden Nachteilsausgleiche können nach wie vor mit den alten Ausweisen in Anspruch genommen werden.

Künftig soll der Schwerbehindertenausweis schrittweise durch einen digitalen Teilhabeausweis ersetzt werden.

Seminare zum Thema:
Schwerbehindertenausweis
Feststellung einer (Schwer-)Behinderung und Gleichstellung
SBV-Schreiben rechtssicher und stichhaltig formulieren
Effektive Organisation der SBV-Arbeit
Aktuelle Videos zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren

Home-Office: Die Quadratur des Kreises

Immer wieder flammen Diskussion rund um das Thema Home-Office auf. Ganz aktuell hat sich der BDI gegen ein generelles Recht der Beschäftigten auf Home-Office ausgesprochen – wieder einmal. Andere wollen unbedingt daran festhalten. Und Porsche macht indes Nägel mit Köpfen. Wird das Thema Ho ...
Mehr erfahren

Neun wichtige Fragen: Das Verzeichnis der schwerbehinderten Arbeitnehmer im Betrieb

Arbeitgeber oder Dienststellen müssen per Gesetz ein Verzeichnis über die bei ihnen beschäftigten schwerbehinderten und gleichgestellten Mitarbeiter sowie über sonstige anrechnungsfähige Personen führen. In diesem Zusammenhang ergeben sich für die Schwerbehindertenvertretung viele Fragezei ...
Mehr erfahren
Schadensersatz eines schwerbehinderten Bewerbers wegen Benachteiligung nach dem AGG: Reicht es, dass der erfolglose Bewerber im Prozess lediglich die Vermutung eines Verstoßes durch den Arbeitgeber vorbringt? Konkret ging es um die Behauptung, der Arbeitgeber habe den Betriebsrat nicht ordnungsgemäß unterrichtet. Dies reicht, so das BAG. Da ein Bewerber als Außenstehender regelmäßig keinen Einblick in innerbetriebliche Abläufe hat und er diese sich auch nicht in zumutbarer Weise verschaffen kann, muss er keine konkreten Anhaltspunkte für einen Verstoß darlegen.