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Vorstände nehmen sich ein Beispiel an Betriebsräten!

Die Geschlechterquote soll endlich in den Führungsetagen Einzug halten

Am 20. November 2020 einigten sich Vertreter der Regierungskoalition auf eine neue Geschlechterquote: In Vorständen von börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen mit mehr als drei Mitgliedern soll zukünftig mindestens ein Mitglied eine Frau sein. Das wird auch Zeit: Für Betriebsräte gibt es die Quote schon lange in § 15 Abs. 2 BetrVG.

Stand:  23.11.2020
Lesezeit:  02:00 min
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Frauenquote in Vorständen | © AdobeStock_Igor_Filonenko

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Betriebsräte kennen sie, auch bei Aufsichtsräten ist sie wohlbekannt: Die Geschlechterquote. Nur in Vorständen war davon keine Rede – noch. Das soll jetzt anders werden. Denn nach dem Willen der Bundesregierung wird es auch in Vorständen bald eine Geschlechterquote geben. Und das ist im Jahr 2020 wohl höchste Zeit!

Auf den hinteren Rängen

Die traurigen Fakten: Heute ist in Börsenkonzernen nicht einmal jeder zehnte Vorstandsposten mit einer Frau besetzt. Das ergab eine Untersuchung der Boston Consulting Group unter den 100 größten börsennotierten Konzernen Deutschlands. Europaweit liegt Deutschland beim Frauenanteil in Vorständen nur auf Platz 24 der 27 EU-Staaten.

Genug Kandidatinnen gibt es

An Kandidatinnen mangelt es nicht. Aber ohne Quote würde es wohl noch 30 Jahre dauern, bis sich die Geschlechterparität bis in die Vorstandsetagen etabliert hätte, so die Vermutung der Boston Consulting Group. Denn seit 2017 ist der Frauenanteil um gerade einmal 4 % gestiegen.

In trockenen Tüchern ist die Quote noch nicht.

Alles schon sicher?

Die Pläne sind ein erster Durchbruch, in trockenen Tüchern ist aber noch nichts. Schon seit Anfang des Jahres werben die SPD-Ministerinnen Giffey und Lambrecht für die Quote. Der Widerstand ist groß, auch nach der Ankündigung der Pläne.

Jetzt wird es darauf ankommen, wie die Details der Regelungen aussehen. Erst danach wird feststehen, ob die neue Quote wirklich ein – längst überfälliger! – Schritt in die richtige Richtung ist.

Während manche streiten, schaffen andere Fakten

Während die einen noch streiten und von „Überregulierung“ sprechen, schaffen andere bereits Fakten: Der Elektro- und Energiekonzern Siemens Energy teilte mit, den „Anteil von Frauen auf der ersten und zweiten Führungsebene bis zum Jahr 2025 auf 25 % und bis 2030 auf 30 %“ zu erhöhen. Geht doch! (CB)

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