Theorie trifft Praxis: Duales Studium beim ifb

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Stand:  2.2.2026
Lesezeit:  03:15 min
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Drei junge Studenten zeigen, warum die Region ein idealer Ort ist, um Studium, Arbeit und Leben zu verbinden

Wer heutzutage studieren möchte, muss nicht zwangsläufig in die Großstadt ziehen. Ein duales Studium beim Institut zur Fortbildung von Betriebsräten (ifb) in Seehausen verbindet akademische Ausbildung, berufliche Praxis und ein Leben in der Region. Johannes Kümmerle, Jonas Marggraf und Usric Vanvanhossou erzählen, wie sie ihren (ganz unterschiedlichen) Weg ins duale Studium und zum ifb gefunden haben und warum es für sie genau die richtige Entscheidung war. 

Dass ein duales Studium, also die Kombination aus Hochschulstudium und festem Arbeitsplatz in einem Unternehmen, im ländlichen Raum möglich ist, mag den einen oder anderen noch überraschen. Johannes Kümmerle sah darin jedenfalls eine große Chance: „Ich habe über eine interne Ausschreibung von der Möglichkeit erfahren“, erzählt der 23-Jährige aus Polling, der bereits seine Ausbildung zum Bürokaufmann beim ifb in Seehausen absolviert hatte. Er kannte diese spezielle Art des Studiums bereits und sah die Vorteile: „Die ideale Kombination aus Theorie und Praxis – und das im vertrauten Umfeld.“ Ganz ähnlich war es bei Jonas Marggraf; auch beim 21-jährigen Murnauer entwickelte sich alles organisch. Nach dem Abitur wollte er „erstmal etwas Praktisches machen“ und entschied sich deshalb für eine Ausbildung zum Marketingkaufmann beim ifb. Als ihm während seines zweiten Lehrjahres angeboten wurde, ein duales Studium an die Ausbildung anzuschließen, war es letztlich eine einfache Entscheidung. Der logische Schritt, wie er sagt: „Die Ausbildung hat schon Spaß gemacht, und ich wollte gerne noch studieren, da war es eigentlich klar, dass ich das machen möchte.“

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Die ideale Kombination aus Theorie und Praxis – und das im vertrauten Umfeld.

Johannes Kümmerle, dualer Student (Wirtschaftsinformatik) beim ifb

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Bei Usric Vanvanhossou war es hingegen etwas anders: Aus dem westafrikanischen Staat Benin kam er nach Fulda, wo er ein internationales Programm in angewandter Informatik begonnen hatte. Als er sich später für duale Modelle interessierte, bewarb er sich bei mehreren Unternehmen in ganz Deutschland. „Nach ein paar Wochen bekam ich eine Einladung, mir das ifb anzuschauen. Und was ich da erlebt habe, war einfach toll“, erinnert sich der 20-Jährige.

Eine bewusste Entscheidung 

Was alle drei eint ist die bewusste Entscheidung, in der Region zu leben. „Ich wollte gerne in der Gegend bleiben, mit den Hobbys und dem Alltag passt das hier einfach“, formuliert es Jonas pragmatisch. Usric hingegen nimmt die Landschaft, die Berge im Speziellen, noch besonders wahr. Einzig: „Mit dem Dialekt ist es für mich nicht immer ganz so einfach“, sagt er mit einem Schmunzeln. Dass das Blaue Land nicht nur liebens- und lebenswert, sondern auch ideal zum Arbeiten ist, spüren die Drei tagtäglich: Professionalität, kurze Wege, Nähe zur Natur – und das alles bei einem Unternehmen, das akademische und berufliche Entwicklung fördert.

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Ich bekomme keine ‚Hilfsaufgaben‘, vielmehr habe ich eigene Projekte.

Jonas Marggraf, dualer Student (Medienmanagement) beim ifb

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„Jonas, Johannes und Usric sind die ersten dualen Studenten bei uns“, berichtet HR-Managerin Karin Trenkler. Das ifb habe vor knapp zwei Jahren mit diesem Ausbildungsmodell ebenfalls Neuland betreten. Und das mit Erfolg: „Für uns ist das duale Studium eine hervorragende Möglichkeit, junge Talente frühzeitig zu fördern.“ Im ifb-Arbeitsalltag sind sie nämlich längst feste Bestandteile ihrer Teams. „Im Großen und Ganzen bin ich ein ganz normaler Mitarbeiter“, sagt etwa Johannes: „Ich bekomme viel Vertrauen, wenngleich jeder weiß, dass man noch lernt.“ Die Eigenständigkeit ist Jonas ganz wichtig: „Ich bekomme keine ‚Hilfsaufgaben‘, vielmehr habe ich eigene Projekte.“ Und Usric ergänzt: „Es wird sogar erwartet, dass ich Ideen aus der Uni einbringe – das motiviert.“

Duale Studenten im ifb (v.li.): Usric Vanvanhossou, Jonas Marggraf und Johannes Kümmerle

Struktur, die durchaus fordert

Während sich bei zwei unserer dualen Studenten Präsenz- und Onlineveranstaltungen abwechseln, studiert der dritte ausschließlich digital in Live-Vorlesungen. So oder so ist der nahezu tägliche Wechsel zwischen Studium und Arbeit fordernd. „Es ist schon anstrengend, aber für dreieinhalb Jahre in jedem Fall machbar“, betont Johannes angesichts der Regelstudienzeit von sieben Semestern in seinem Studiengang Wirtschaftsinformatik. Genauso wie Usric (Informatik) ist er an der FOM (Fachhochschule für Ökonomie und Management) eingeschrieben, während Jonas Medienmanagement an der Macromedia University in München studiert. 

Wie es für jeden einzelnen nach dem Studium weitergeht, steht noch in den Sternen. Vielleicht ein Masterstudium? Oder doch lieber der Einstieg als Vollzeitkraft beim ifb? Das duale Studium bietet ihnen jedenfalls eine Ausbildung, die nicht nur qualifiziert, sondern auch Perspektiven eröffnet. Und das direkt in der Region. (tis)

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