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Lexikon
Materialaufwandsquote

Materialaufwandsquote

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Redaktion
Stand:  5.7.2023
Lesezeit:  01:00 min

Kurz erklärt

Die Materialaufwandsquote ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die das Verhältnis der Materialkosten zu den Gesamtkosten eines Unternehmens oder einer Organisation misst. Die Materialaufwands-Quote gibt an, wie viel Prozent der Umsatzerlöse für Materialaufwendungen aufgebracht werden müssen.

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Begriff

Die Materialaufwands-Quote gibt an, wie viel Prozent der Umsatzerlöse für Material-aufwendungen aufgebracht werden müssen.

Formel:  

Materialaufwands-Quote (%)= 

Materialaufwand x 100


Umsatzerlöse

Erläuterung

Eine Materialaufwandsquote von 60% bedeutet, das von 100 € Umsatzerlösen 60 € für Materialaufwendungen bei der Gewinnermittlung des Unternehmens abgezogen werden müssen. Je höher die Materialaufwandsquote, desto bestimmender sind die Materialaufwendungen für die gesamte Gewinn- oder Verlustsituation eines Unternehmens. Unternehmen, die hoch veredelte Vorprodukte beziehen bzw. selbst eine geringe Wertschöpfungstiefe haben, weisen deshalb meist hohe Materialaufwandsquoten aus.

Tipp für den Wirtschaftsausschuss

Sobald von Kostensenkungsprogrammen die Rede ist, stehen auch die Materialaufwendungen im Fokus. Je höher die Materialaufwands-Quote, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Programme hier ansetzen. Meist sind Veränderungen in der Struktur der Lieferanten, Preisverhandlungen im Einkauf oder auch Outsourcing (make or buy) die Folge.

Merke: Sollte die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkosten-Verfahren gegliedert sein, ist der Materialaufwand im Anhang zu finden.

Achtung: Viele Unternehmen passen diese Kennzahl auf ihre speziellen Bedürfnisse an. Der Wirtschaftsausschuss sollte sich daher immer den Aufbau der Kennzahl im eigenen Unternehmen erläutern lassen.

Rechtsquelle

Die Materialaufwands-Quote (Synonym Zulieferanteil) ist eine Kennzahl und damit ein Werkzeug zur Jahresabschluss-Analyse. Der Aufbau der Kennzahl ist in keinem Gesetz beschrieben.

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