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Autismus

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Redaktion
Stand:  1.9.2025
Lesezeit:  00:45 min

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Bei Menschen mit Autismus ist die Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitung im Gehirn verändert. Dies wirkt sich auf unterschiedlichste Weise in der sozialen Interaktion und im Verhalten aus.  

Häufig verfügen Autisten über Inselbegabungen und sind z. B. im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sehr erfolgreich. Bei der Beschäftigung und der Zusammenarbeit gilt es einiges zu beachten. Ein kurzer Film der Integrationsämter klärt auf. 

Wichtig!  

Es besteht keine Kostenübernahmepflicht zur Ausbildung eines Hundes zum Autismus-Assistenzhund seitens der gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Das hat das LSG Niedersachsen-Bremen in einer Entscheidung vom 21.10.2024 (Az.: L 16 KR 131/23) klargestellt. 

In diesem Fall hatte sich eine Autismus-Patientin auf Anraten ihres Therapeuten einen Hund angeschafft. Dieser sollte sie in der Ausübung Ihrer Alltagsgeschäfte unterstützen und ihr im Umgang mit fremden Menschen Sicherheit verschaffen. Sowohl die Vorinstanz als auch das LSG Niedersachsen-Bremen verneinten jedoch die Pflicht der GKV zur Kostenübernahme, da die Klägerin normale Alltagsgeschäfte bewältigen könne. Sie verkenne den Umfang der Leistungspflicht der GKV. Deren Aufgabe sei es nicht, alle Behinderungsfolgen in sämtlichen Lebensbereichen auszugleichen und eine optimale Versorgung zu gewährleisten.  

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