Lexikon
Unternehmenssteuerung

Unternehmenssteuerung

Dr. Gerd Markus
Stand:  23.8.2023
Lesezeit:  01:45 min

Kurz erklärt

Unternehmenssteuerung bezieht sich auf die Planung, Organisation, Überwachung und Lenkung aller Aktivitäten innerhalb eines Unternehmens, um sicherzustellen, dass die strategischen Ziele und operativen Prozesse effektiv umgesetzt werden. Dies umfasst die Steuerung von Finanzen, Ressourcen, Geschäftsprozessen, Personal und anderen Aspekten, um die Leistung und Rentabilität des Unternehmens zu optimieren. Unternehmenssteuerung ermöglicht es Führungskräften, die Ausrichtung auf die Unternehmensziele sicherzustellen, Risiken zu minimieren und Chancen zu nutzen, um langfristigen Erfolg zu gewährleisten.

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Begriff

Die Entwicklung eines Unternehmens erfolgt durch eine Vielzahl von Entscheidungen, die innerhalb kurzer bis mittlerer Frist zu treffen sind. Preise sind zu setzen, der Absatz von Produkten und Leistungen ist zu fördern,  Leistungskapazitäten sind anzupassen, Investitionen zu finanzieren, Mitarbeiter zu schulen, gegebenenfalls Geschäftsführer auszuwechseln.

Geschieht das zielorientiert und planvoll kann man von Unternehmenssteuerung sprechen. Spielen dabei Zufälle eine dominierende Rolle, spricht man wohl besser vom „Blindflug“.

Erläuterung

Eine gute Übersicht über wesentliche Instrumente zur Unternehmenssteuerung – man spricht dann von Handlungsparametern – erhält man, wenn man einen genauen Blick auf die Kostenträgerrechnung und auf die Kapitalflussrechnung wirft. In einer zerlegten Kostenträgerrechnung finden sich alle Informationen zur Steuerung der Leistungserstellung, Produktion oder Dienstleistung, des Unternehmens. Und die Kapitalflussrechnung erfasst direkt alle finanzwirksamen Entscheidungen.

Zweckmäßig ist, alle Maßnahmen der Unternehmensteuerung aufeinander abzustimmen. So sind Kapazitätserweiterungen zwingend im Zusammenspiel mit Finanzierungsentscheidungen zu treffen. Die Abstimmung der Einzelentscheidungen aufeinander erfolgt in den Ergebnissen der Unternehmensplanung, den verschiedenen Unternehmensplänen. Je nachdem, ob die einzelnen steuernden Entscheidungen kurz-, mittel- oder langfristig angelegt sind, sollten sie Teil der operativen, der taktischen bzw. der strategischen Planung sein.

Die für die Steuerung benötigten Informationen bereit zu stellen, ist Aufgabe des Unternehmenscontrolling, das seinerseits voraussetzt, dass das Unternehmen über ein Mindestmaß an Unternehmensplanung verfügt. 

Tipp für den Wirtschaftsausschuss

Die Unternehmenssteuerung ist Teil der Unternehmensführung. Letztere umfasst als übergeordneter Begriff auch Teilbereiche, die wir nicht der Unternehmenssteuerung zuordnen. Die Personalführung z.B. oder die Reorganisation der Leistungserstellung  oder die Entwicklung einer Unternehmenskultur sind eigenständige Aufgabenfelder, teilweise allerdings mit Einzelentscheidungen, die  auch unter dem Begriff der Unternehmenssteuerung gefasst werden können.

Den Erfolg der Unternehmenssteuerung misst man am besten anhand der Wirtschaftlichkeit der Leistungserstellung und - damit verbunden – der Entwicklung des Eigenkapitals des Unternehmens, aber auch am Umfang der Ausschüttungen von Gewinnen an die Eigentümer oder an der Größe des Unternehmens gemessen an der Zahl seiner Beschäftigten .         

Seminare zum Thema:
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Gut organisiert im Wirtschaftsausschuss
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