Liebe Nutzer,

für ein optimales und schnelleres Benutzererlebnis wird als Alternative zum von Ihnen verwendeten Internet Explorer der Browser Microsoft Edge empfohlen. Microsoft stellt den Support für den Internet Explorer aus Sicherheitsgründen zum 15. Juni 2022 ein. Für weitere Informationen können Sie sich auf der Seite von -> Microsoft informieren.

Liebe Grüße,
Ihr ifb-Team

Doppelbelastung durch Beruf und Aufgaben als Betriebsrat: Was geht vor?

Vereinbarkeit von Job und Mandat

Betriebsräte stehen oft unter Strom: Sie müssen den Ansprüchen Ihres Berufs ebenso gerecht werden wie Ihren Aufgaben als Betriebsrat. Wie Sie diese Doppelbelastung meistern und welche Aufgaben im Zweifel vorgehen, erfahren Sie hier.

Stand:  1.8.2013
Lesezeit:  02:15 min
Doppelbelastung Betriebsrat | © h_lunke - Fotolia.com

Die erste Frage, die Ihnen vielleicht nach oder auch schon vor der Betriebsratswahl in den Sinn gekommen ist, lautet vermutlich: Wie erledige ich jetzt meine Arbeit, wenn ich „daneben“ auch noch Betriebsrat bin. Das Privileg einer Freistellung genießen die wenigsten, auch kann man sich nicht immer einfach aus dem laufenden Betrieb ausklinken. Betriebsräte erleben ihr Engagement deshalb oft als Doppelbelastung und nehmen die Probleme mit nach Hause. Im schlimmsten Fall sind die eigenen Kollegen nicht gut auf einen zu sprechen, da sie die Arbeit auffangen müssen.

Die Folge: Unzufriedenheit und Stress.

Wenn Sie nicht völlig von der Arbeit freigestellt sind, dann haben Sie einen gesetzlich verbrieften Anspruch auf Arbeitsbefreiung. Dieser Anspruch wird in § 37 BetrVG näher definiert. Dort heißt es:

"Mitglieder des Betriebsrats sind von ihrer beruflichen Tätigkeit ohne Minderung des Arbeitsentgelts zu befreien, wenn und soweit es nach Umfang und Art des Betriebes zur ordnungsgemäßen Durchführung ihrer Aufgaben erforderlich ist."

Das bedeutet, dass Ihre Tätigkeit als Betriebsrat Priorität hat. Wenn nötig, dürfen Sie Ihren Arbeitsplatz jederzeit verlassen, um Ihr Amt auszuüben.

Betriebsratsarbeit hat Priorität! Alle Arbeiten, die Sie aufgrund Ihrer Betriebsratstätigkeit nicht erledigen können, müssen von Ihrem Chef – und nicht von Ihnen selbst – auf andere Kolleginnen und Kollegen verteilt werden.

 

Praxistipp:
Kommunikation ist alles. Suchen Sie gleich zu Anfang das Gespräch mit Ihren Vorgesetzten und Kollegen, um die neue Situation zu besprechen. Das schafft gleich zu Anfang ein gutes Betriebsklima, in der Sie Ihr Amt als Betriebsrat gerne ausüben werden. Außerdem schützen Sie sich so auch vor stressreicher  Doppelbelastung am Arbeitsplatz.

Video zum Thema:

Kontakt zur Redaktion Kollegen empfehlen
Drucken

Das könnte Sie auch interessieren

Gleichberechtigung! Aber nicht „auf Teufel komm raus“

Das Thema Gleichberechtigung ist allgegenwärtig! Gender-Sternchen hier, Gender-Gap dort. Fakt ist: ...

Das kleine 1x1 für Betriebsräte – das können Sie von Profis lernen!

Neu im Betriebsrat: Für viele Mitglieder, die zum ersten Mal in das Amt gewählt werden, wirft das ...

Was tun gegen Betriebsrats-Bashing?

Leider ist es kein Einzelfall. Als Bashing (zu deutsch: heftiger Schlag) gegen Betriebsräte bezeich ...