Ausbildung zum professionellen Betriebsratsvorsitzenden
Das Zertifikatsprogramm über sechs Monate
Im Seminar war alles verständlich. Im Betrieb sieht vieles plötzlich anders aus. Schwierige Gespräche entstehen unerwartet. Das Gremium reagiert anders als gedacht. Der Arbeitgeber erwartet Führung. Und plötzlich fehlt ein Sparringspartner.
Am Ende entscheidet nicht nur Ihr Wissen – sondern wie souverän Sie Ihre Rolle ausfüllen und in der Praxis handeln.
Genau hier setzt die Ausbildung zum professionellen Betriebsratsvorsitzenden an: Dieses Zertifikatsprogramm verbindet fundiertes Wissen mit Praxis, Transfer, Reflexion und persönlicher Begleitung. Sie entwickeln Ihre Führungskompetenz weiter, reflektieren konkrete Situationen aus Ihrem Betriebsratsalltag und gewinnen Sicherheit für anspruchsvolle Aufgaben.
Was die Ausbildung besonders macht
Präsenz- und Online-Seminare, Transferphasen, Coaching, Peer-Gruppen-Austausch und Reflexion greifen ineinander und unterstützen Sie dabei, Ihre Rolle als Betriebsratsvorsitzender souverän auszufüllen.
Präsenz- & Online-Seminare
Fundiertes Wissen und praxisnahe Impulse – flexibel kombiniert und direkt auf Ihre Rolle als Betriebsratsvorsitzender ausgerichtet.
Transferphasen
Sie übertragen das Gelernte direkt in Ihren Betriebsratsalltag und arbeiten an konkreten Situationen und Herausforderungen aus Ihrer Praxis.
Feste Peer-Gruppen
Sie lernen mit einer festen Gruppe von Betriebsratsvorsitzenden, tauschen Erfahrungen aus und profitieren von unterschiedlichen Perspektiven.
Individuelle Coachings
In persönlichen Coachings reflektieren Sie konkrete Herausforderungen und entwickeln Lösungen, die zu Ihrer Situation und Ihrem Führungsstil passen.
Zwei Perspektiven
Recht und Kommunikation: Nach Möglichkeit begleiten Sie ein fester Juristen und ein fester Kommunikationstrainer durch das gesamte Programm.
Persönliche Begleitung über die gesamte Programmlaufzeit
Sie sind auf Ihrem Entwicklungsweg nicht allein: Das Programm schafft kontinuierliche Orientierung, Austausch und Unterstützung – vom ersten Seminar bis zum Zertifikatsabschluss.
Zertifizierung
Zum erfolgreichen Abschluss erhalten Sie Ihr Zertifikat.
Sie führen Ihr Gremium souverän und zielorientiert.
Sie moderieren auch schwierige Diskussionen und führen unterschiedliche Interessen zusammen.
Sie verhandeln professionell und auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber.
Sie gehen Konflikte konstruktiv an und entwickeln tragfähige Lösungen.
Sie treffen fundierte Entscheidungen und vertreten diese überzeugend.
Sie entwickeln Ihren eigenen, authentischen Führungsstil weiter.
Die häufigst gestellten Fragen - schnell beantwortet
In unseren FAQs finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um unsere Weiterbildung. Sollte Ihr Fragen einmal nicht dabei sein, stehen wir Ihnen selbstverständlich auch persönlich zur Verfügung.
Für wen ist die Ausbildung zum professionellen Betriebsratsvorsitzenden geeignet?
Für Betriebsratsvorsitzende und ihre Stellvertreter, die ihre Rolle aktiv gestalten, Verantwortung souverän übernehmen und ihre Führungskompetenz gezielt weiterentwickeln möchten.
Das Programm eignet sich sowohl für neu gewählte BRV, die sicher in ihre Rolle hineinwachsen möchten, als auch für erfahrene Vorsitzende, die ihre Amtsführung reflektieren und qualifiziert Impulse für ihre Praxis gewinnen möchten.
Kann ich einzelne Module buchen?
Nein. Die Ausbildung zum professionellen BRV ist bewusst als zusammenhängendes und aufeinander abgestimmtes Programm konzipiert.
So profitieren Sie von einer festen Lerngruppe, kontinuierlichem Austausch und der Begleitung durch dieselben Referenten über die gesamte Programmlaufzeit.
Was bedeutet eigentlich Coaching?
Coaching ist die individuelle Begleitung durch die Referenten, die Sie auch während der Ausbildung begleiten. Je nach Thema steht Ihnen dabei ein Jurist oder ein Kommunikationstrainer zur Seite.
In den Einzelcoachings können Sie konkrete Fragen, Herausforderungen oder Situationen aus Ihrem Betriebsratsalltag besprechen. Gemeinsam ordnen Sie die Situation ein, entwickeln Handlungsoptionen und überlegen, wie Sie das Gelernte gezielt in der Praxis einsetzen können.
Der Vorteil: Ihr Coach kennt die Inhalte der Ausbildung und Ihren bisherigen Weg. So können Sie gezielt an Ihren persönlichen Themen und konkreten Herausforderungen als Betriebsratsvorsitzende arbeiten.
Was erwartet mich in den Transferphasen?
In den Transferphasen wenden Sie das Gelernte direkt auf Ihre Praxis an. Sie bearbeiten konkrete Aufgaben, reflektieren Ihre Erfahrungen und tauschen sich mit Ihrer festen Peer-Gruppe aus.
Individuelle Coachings unterstützen Sie zusätzlich bei konkreten Fragen, persönlichen Herausforderungen oder Situationen aus Ihrem Betriebsratsalltag. Den Zeitpunkt der Coachings vereinbaren Sie individuell mit den Referenten.
Wer begleitet mich während des Programms?
Sie werden während der gesamten Ausbildung, nach Möglichkeit, von einem juristischen Referenten und einem Kommunikationstrainer begleitet.
Die kontinuierliche Begleitung ermöglicht es, fachliche und kommunikative Themen miteinander zu verbinden und Ihre Entwicklung über die einzelnen Module hinweg gezielt aufzugreifen.
Die Seminarbetreuung vor Ort sorgt für einen reibungslosen Ablauf und eine angenehme Lernumgebung.
Wie läuft die Zertifizierung ab?
Im abschließenden Präsenzmodul (1,5 Tage) reflektieren Sie Ihre Lern- und Entwicklungsfortschritte und schauen auf Ihren im Programm entwickelten Handlungsplan.
Eine klassische „Prüfung“ gibt es nicht. Stattdessen erhalten Sie von unseren Referenten individuelles Feedback und konkrete Impulse für Ihre weitere Arbeit als Betriebsratsvorsitzende.
Zum Abschluss erhalten Sie Ihr Zertifikat.
Wie unterscheidet sich die Ausbildung zum professionellen Betriebsratsvorsitzenden von einer klassischen Seminarreihe?
Die Ausbildung ist mehr als Kombination der BRV I bis III Seminare: Sie lernen in einer festen Ausbildungsgruppe und werden über die gesamte Programmlaufzeit von denselben Referenten begleitet.
Zusätzliche Module, Transferphasen, Peer-Austausch und individuelle Coachings ermöglichen eine intensive und praxisnahe Weiterentwicklung – mit ausreichend Zeit, das Gelernte anzuwenden und auf die eigene Situation zu übertragen.
Wie viel Zeit muss ich einplanen?
Das Programm erstreckt sich über einen Zeitraum von rund sechs Monaten und umfasst 15 fest eingeplante Programmtage – verteilt auf Präsenz- und Online-Module.
Zusätzlich kommen die Transferphasen zwischen den Modulen hinzu. Dazu gehören individuelle Coachings, der Austausch in den Peer-Gruppen sowie weitere Transferaufgaben und begleitende Inhalte. Die Termine für Coaching und Peer-Gruppen vereinbaren Sie individuell mit den jeweiligen Referenten bzw. Ihrer Lerngruppe.
So bleibt ausreichend Raum, das Gelernte zwischen den Modulen auf die eigene Praxis zu übertragen, Erfahrungen zu reflektieren und konkrete Herausforderungen gemeinsam zu bearbeiten.
Schulungsanspruch für die "Ausbildung zum professionellen Betriebsratsvorsitzenden"
An wen richtet sich die Ausbildung?
Die Ausbildung richtet sich insbesondere an neu gewählte Betriebsratsvorsitzende und erfahrene Vorsitzende, die ein größeres Gremium führen, in komplexen Unternehmens- oder Konzernstrukturen agieren, anspruchsvolle Verhandlungen verantworten oder tiefgreifende Veränderungen im Unternehmen begleiten.
In diesen Situationen reichen einzelne Fachseminare häufig nicht aus. Erforderlich sind begleitete Lern-, Transfer- und Reflexionsprozesse, um die Aufgaben eines Betriebsratsvorsitzenden nachhaltig und professionell wahrnehmen zu können.
Besteht ein Schulungsanspruch?
Für die "Ausbildung zum professionellen Betriebsratsvorsitzenden“ kann ein Schulungsanspruch nach § 37 Abs. 6 BetrVG bestehen, wenn die vermittelten Kompetenzen unmittelbar benötigt werden, um aktuelle oder absehbare Aufgaben des Betriebsrats sachgerecht wahrzunehmen. Insbesondere für neu gewählte Betriebsratsvorsitzende, die große Gremien führen, konzernweite Abstimmungsprozesse begleiten oder regelmäßig komplexe Verhandlungen mit dem Arbeitgeber verantworten können vertiefte Kompetenzen in Gremienführung, Verhandlungssteuerung und strategischer Betriebsratsarbeit für die ordnungsgemäße Wahrnehmung der gesetzlichen Aufgaben erforderlich sein.
Hilfreiche Argumente zum Schulungsanspruch aus der Rechtsprechung:
Der überwiegende Anteil der Inhalte muss erforderlich sein, wenn einzelne Bausteine einer Weiterbildung nicht sinnvoll alleine für sich betrachtet werden können:
Dazu: Ist eine Aufteilung der Schulungsveranstaltung praktisch nicht möglich, weil die unterschiedlichen Themen zeitlich nicht voneinander abgegrenzt sind oder weil die Schulung nur als Ganzes buchbar ist, entscheidet über die Erforderlichkeit der Gesamtschulung, ob die erforderlichen Themen mit mehr als 50 % überwiegen.
BAG, Urteil vom 28.09.2016 – 7 AZR 699/14 (Orientierungssatz des Gerichts)
Zwei Perspektiven. Ein Ziel: souverän im Vorsitz handeln.
„Als Betriebsratsvorsitzender müssen Sie nicht jede rechtliche Frage selbst beantworten. Aber Sie müssen Entscheidungen einordnen, Prozesse rechtssicher gestalten und Ihr Gremium sicher durch komplexe Situationen führen. Genau dafür braucht es mehr als punktuelles Seminarwissen: Es braucht Verständnis für Zusammenhänge und die Fähigkeit, dieses Wissen in der Praxis anzuwenden.“
„Als Betriebsratsvorsitzender müssen Sie nicht jede rechtliche Frage selbst beantworten. Aber Sie müssen Entscheidungen einordnen, Prozesse rechtssicher gestalten und Ihr Gremium sicher durch komplexe Situationen führen. Genau dafür braucht es mehr als punktuelles Seminarwissen: Es braucht Verständnis für Zusammenhänge und die Fähigkeit, dieses Wissen in der Praxis anzuwenden.“
„Der Vorsitz bedeutet, unterschiedliche Interessen zusammenzubringen, Diskussionen zu strukturieren und auch in schwierigen Situationen Orientierung zu geben. Wer neu in dieser Rolle ist, muss dabei seinen eigenen Führungsstil entwickeln. Die Ausbildung schafft den Raum, das eigene Handeln zu reflektieren, auszuprobieren und gemeinsam mit anderen Vorsitzenden weiterzuentwickeln.“
„Der Vorsitz bedeutet, unterschiedliche Interessen zusammenzubringen, Diskussionen zu strukturieren und auch in schwierigen Situationen Orientierung zu geben. Wer neu in dieser Rolle ist, muss dabei seinen eigenen Führungsstil entwickeln. Die Ausbildung schafft den Raum, das eigene Handeln zu reflektieren, auszuprobieren und gemeinsam mit anderen Vorsitzenden weiterzuentwickeln.“
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